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Ausstrahlung gesucht: Esken und Walter-Borjans verzichten auf Kanzlerkandidatur

Ausstrahlung gesucht: Esken und Walter-Borjans verzichten auf Kanzlerkandidatur
Die beiden SPD-Vorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben alle Hände voll zu tun, die SPD auf Kurs zu bringen.
Die SPD-Chefs Esken und Walter-Borjans waren angetreten, um die Partei wieder flottzumachen. Die Bilanz fällt gemischt aus. Nun erklärten beide, für eine Kanzlerkandidatur nicht zur Verfügung zu stehen. Doch man solle "nichts ausschließen", so zumindest Walter-Borjans.

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans beim SPD-Bundesparteitag dazu auserkoren, die SPD in eine bessere Zukunft zu führen. Nicht umsonst stellte man den Parteitag unter das Motto: "In eine neue Zeit".

Die Zeiten mögen neu sein, doch von altem Glanz oder gar Aufbruch kann auch nach gut drei Monaten keinerlei Rede sein. Allerdings kommt es natürlich darauf an, was die Genossen in der Zwischenzeit unter Aufbruch verstehen. Zuletzt konnte die Partei laut ZDF-Politbarometer in der Gunst der Wähler um zwei Prozentpunkte zulegen und kommt nunmehr auf 16 Prozent. Ein "Erfolg", zu dem sicherlich auch die für die SPD erfolgreich verlaufene Hamburg-Wahl beigetragen hat.

Berauscht scheinen die neuen alten Chefs der GroKo-SPD aber keineswegs. Alles wirkt eher nach permanenter Katerstimmung, nach bürokratischer Zaghaftigkeit. Auch eine Kanzlerkandidatur streben sowohl Esken als auch Walter-Borjans folglich nicht an.

Wir sind angetreten, um die SPD als erkennbar und glaubwürdig sozialdemokratische, gestaltende Kraft in diesem Land sichtbar und stark zu machen. Diese Aufgabe ist groß genug, und ich habe keine darüber hinausgehenden Ambitionen", erklärte Esken dem Nachrichtenprotal T-Online.  

Das würde sich mutmaßlich auch nicht auszahlen, denn bereits die sich selbst gestellte Aufgabe scheint bislang eine Nummer zu groß zu sein.

Stand jetzt würde ich mich nicht um eine Kandidatur bewerben", ergänzte der weibliche Teil der SPD-Doppelspitze.

Eine Frau sollte es aber schon sein, zumindest wenn es nach Eskens männlichem Pendant Norbert Walter-Borjans geht.

Kanzlerin. Ich wüsste zwar jetzt nicht, wer es von uns machen sollte, aber ...", hatte Walter-Borjans Anfang Februar auf die Frage "Kanzler oder Kanzlerin?" bei der dpa-Chefredaktionskonferenz geantwortet.

Allein deswegen erübrigt sich die Frage der Kanzlerkandidatur des ehemaligen NRW-Finanzministers im Grunde ohnehin. "Ich strebe die Kanzlerkandidatur derzeit nicht an."

Kategorisch und für alle Zeiten dürfe man allerdings "nichts ausschließen", erklärte Walter-Borjans, wie T-Online am Donnerstag berichtete. Doch Esken und er seien nicht "Parteichef geworden, um in weitere Ämter zu kommen".

Was so pragmatisch daherkommt, wirft allerdings die Frage auf, wer in den Reihen der Sozialdemokraten überhaupt willens und vor allem fähig wäre, die SPD wieder fit für die Kanzlerschaft zu machen. Diese Frage soll nach Aussage beider, zumindest noch in diesem Jahr geklärt werden.

Ein Kandidat oder eine Kandidatin muss ausreichend Zeit vor der Bundestagswahl haben", weiß Walter-Borjans.

Esken wiederum ist davon überzeugt, dass die eigene Partei "eine ganze Menge Personen mit Potenzial" zu bieten habe. Diese seien in der Lage, die eigenen Überzeugungen "als Kandidaten ausstrahlen" zu können.

Näher wollte das Duo "Eskabo" offensichtlich nicht auf den illustren Kreis der SPD-Hoffnungsträger mit dem nötigen Schuss Ausstrahlung eingehen.

Der ehemalige SPD-Kanzler Gerhard Schröder wurde da vor wenigen Tagen schon etwas konkreter.

"Ich finde, dass vier, fünf Leute infrage kommen: Olaf Scholz, Hubertus Heil, Franziska Giffey, Rolf Mützenich und Lars Klingbeil, der Generalsekretär", sagte Schröder dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Vor allem für Mützenich und Klingbeil fand Schröder lobende Worte. Demnach habe der Fraktionsvorsitzende eine wichtige Rolle dabei gespielt, Esken und Walter-Borjans als neue Parteivorsitzende vom Verbleib in der großen Koalition zu überzeugen. Im Rennen um den SPD-Vorsitz hatten beide schließlich noch als Kritiker der GroKo für sich geworben.

Mützenich aber habe ihnen laut Schröder gesagt:

Mützenich hat ihnen gesagt: Leute, mal langsam. Über die Frage, ob die Koalition beendet wird, entscheidet nicht ihr, sondern die Fraktion.

Es sei viel Arbeit, eine Volkspartei zu managen, fügte der Altkanzler hinzu: "Lars Klingbeil kann es", zeigte sich Schröder überzeugt.

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