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Coronavirus: Merkel rechnet mit rund 70 Prozent Infizierten in Deutschland

Coronavirus: Merkel rechnet mit rund 70 Prozent Infizierten in Deutschland
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Gespräch mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor der Sitzung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag am 10.03.2020. in Berlin.
Kanzlerin Merkel rechnet mit einer hohen Zahl an Corona-Infektionen in Deutschland. Ein Virologe hatte sich vor Kurzem ähnlich geäußert. Unterdessen kündigte die Bundespolizei an, Kontrollen an den Grenzen zu verstärken, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel geht davon aus, dass sich zwischen 60 und 70 Prozent der Menschen in Deutschland mit dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 anstecken könnten. Dies berichteten Teilnehmer der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag am Dienstag.

Ein Polizist steht am 10.03.2020 neben einer Autokolonne am Brennerpass zwischen Italien und Österreich. Ab sofort will Österreich wegen der Ausbreitung des Coronavirus an der Grenze zu Italien die Temperatur von Reisenden kontrollieren.

Die Zahlen hatten Experten wie der Berliner Virologe Christian Drosten bereits vor einiger Zeit genannt. Noch sei unbekannt, in welcher Zeit dieses Infektionsgeschehen verlaufe, betonte der Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin. "Das kann durchaus zwei Jahre dauern oder sogar noch länger."

Problematisch werde es etwa für das Gesundheitssystem, wenn das Geschehen in komprimierter, kurzer Zeit auftrete. "Darum sind die Behörden dabei, alles zu tun, um beginnende Ausbrüche zu erkennen und zu verlangsamen", so Drosten.

Merkel sprach sich am Dienstag auch für ein striktes Vorgehen der Behörden im Kampf gegen das neue Virus aus.

Intensivere Kontrollen an deutschen Grenzen wegen Coronavirus

Um die Ausbreitung des Virus in Deutschland zu bremsen, wird die Bundespolizei ihre Kontrollen an den Grenzen verstärken. Der Krisenstab der Bundesregierung teilte am Dienstagabend in Berlin mit, die Polizei werde die Kontrollen "insbesondere an den Südgrenzen noch einmal intensivieren".

Chinas Staatschef Xi Jinping in der Corona-Hochburg Wuhan mit einer Gesichtsmaske.

Der Krisenstab, dem Vertreter des Innenministeriums und des Gesundheitsministeriums angehören, empfahl außerdem, ab dem 16. März bis auf Weiteres keine Besuchergruppen mehr in Bundesministerien und den ihnen nachgeordneten Behörden zu empfangen. In einer Mitteilung hieß es:

Damit sollen mögliche Infektionsrisiken für die Kernfunktionen der Bundesregierung vermindert werden.

Eine ähnliche Regelung hatte zuvor auch der Bundestag für das Reichstagsgebäude beschlossen.

Zudem machte sich der Krisenstab die vorher bereits von Gesundheitsminister Jens Spahn geäußerte Empfehlung zu eigen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern abzusagen. Die Vertreter der beiden Ministerien werden am kommenden Donnerstag erneut zusammenkommen, um mögliche weitere Maßnahmen zu besprechen.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Angela Merkel am Mittwoch sagte Spahn, keine Abriegelungsmaßnahme könne verhindern, dass das Virus kommt. Merkel bekräftigte dabei ihre Aussage, dass sich zwischen 60 und 70 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit dem Virus infizieren könnten. Die Kanzlerin empfahl, vorübergehend möglichst auf den Handschlag als Begrüßungsritual zu verzichten: 

Dafür eine Sekunde länger in die Augen gucken und lächeln, und nicht schon mit der Hand beim Nächsten sein, ist auch eine gute Möglichkeit.

Mehr zum Thema - Virologe der Charité: Coronavirus wird 70 Prozent der Deutschen treffen

(dpa/rt)

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