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Armin Laschet kandidiert für CDU-Vorsitz

Armin Laschet kandidiert für CDU-Vorsitz
Laschet im Februar 2020
In genau zwei Monaten will die CDU ihren neuen Vorsitzenden wählen. Und das Personalkarussell nimmt Fahrt auf: Nun hat auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet seinen Hut in den Ring geworfen. Verbündet hat sich Laschet offenbar mit Jens Spahn.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den CDU-Vorsitz. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf Parteikreise in Berlin.

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz, hier bei einer Veranstaltung 
von Forum Mittelstand am 13.02.2020 in Berlin, will am Dienstag seine Kandidatur für den CDU-Vorsitz bekanntgeben. Ob die Wähler auch ein Herz für Merz haben, wird sich zeigen.

Laschet wird am Dienstagmorgen gemeinsam mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor die Presse treten. Um 9.30 Uhr wollen Laschet und Spahn in der Bundespressekonferenz "Zur Zukunft der CDU Deutschlands" sprechen. Das deutet darauf hin, dass die beiden Spitzenpolitiker im Machtkampf in der CDU eine Allianz geschmiedet und sich auf eine künftige Rollenverteilung geeinigt haben. Dazu passen Berichte, nach denen Spahn auf eine Kandidatur verzichtet.

Bereits am Montag hatte der frühere Unions-Fraktionsvorsitzende und BlackRock-Lobbyist Friedrich Merz seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Am Dienstag um 11 Uhr will er sie ebenfalls in der Bundespressekonferenz bekanntgeben. Offenbar wollen Laschet und Spahn dem Konkurrenten zuvorkommen und ihm so die Show stehlen.

Am Montag war bekanntgeworden, dass der neue Parteivorsitzende am 25. April auf einem Sonderparteitag in Berlin gewählt werden soll. Es wird wie bereits 2018 eine Kampfabstimmung zwischen mehreren Bewerbern geben. Als erster Bewerber hatte der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur offiziell verkündet.

Ende 2018 kam es bereits zu einer Kampfabstimmung um die Nachfolge Angela Merkels im CDU-Vorsitz. Damals unterlag Merz Annegret Kramp-Karrenbauer knapp. Unter ihrem Vorsitz hat sich die Lage der Partei weiter verschlechtert. Die Orientierungslosigkeit der Partei zeigte sich zuletzt in der Debatte um die mögliche Zusammenarbeit mit der AfD und den Linken.

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