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Merkel hat fertig – Mehrheit gegen erneute Kanzlerkandidatur

Merkel hat fertig – Mehrheit gegen erneute Kanzlerkandidatur
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem EU-Sondergipfel zum Haushaltsstreit am 21. Februar im Gespräch mit Portugals Ministerpräsidenten António Costa
Trotz der Krise in der CDU wünscht sich nur jeder fünfte Deutsche, dass Angela Merkel doch noch einmal als Kanzlerkandidatin antritt. Obwohl eine erneute Kandidatur gar nicht zur Debatte steht, zeigt die Umfrage, dass die Mehrheit sich einen Wandel im Kanzleramt wünscht.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten mit 64 Prozent fast zwei Drittel der Befragten eine erneute Kanzlerkandidatur von Angela Merkel ab. 21 Prozent sprachen sich dennoch dafür aus, dass sie auch nach 16 Jahren als Kanzlerin noch einmal antritt.

Merkel hatte zusammen mit ihrem Rückzug vom CDU-Vorsitz bereits im Oktober 2018 angekündigt, dass sie nicht für eine weitere Amtszeit im Kanzleramt zur Verfügung steht. Ihre Nachfolgerin an der CDU-Spitze, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat nun ebenfalls ihren Verzicht auf Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur erklärt. Wer ihr auf den Posten folgen wird, soll bis zum Sommer geklärt werden. Norbert Röttgen hat als Erster seine Kandidatur bekannt gegeben, im Gespräch sind außerdem noch Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Unter den Unionswählern ist der Wunsch nach einer Kandidatur Merkels für eine weitere Amtszeit etwas größer als bei den Anhängern der anderen Parteien. 36 Prozent sind dafür, 52 Prozent dagegen.

Ein vorzeitiges Ende der Kanzlerschaft Merkels würde aber in der Bevölkerung nicht so gut ankommen. Fast jeder Zweite (49 Prozent) wünscht sich, dass die Große Koalition aus Union und SPD unter Merkel ganz normal bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021 weiterarbeitet. Dagegen sind nur 35 Prozent für eine vorgezogene Neuwahl. Nur bei den Wählern von AfD (75 zu 19 Prozent) und Linken (46 zu 45 Prozent) überwiegt die Zahl derer, die eine Neuwahl des Bundestags wollen.

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(rt/dpa)

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