Deutschland

Merkel hat fertig – Mehrheit gegen erneute Kanzlerkandidatur

Trotz der Krise in der CDU wünscht sich nur jeder fünfte Deutsche, dass Angela Merkel doch noch einmal als Kanzlerkandidatin antritt. Obwohl eine erneute Kandidatur gar nicht zur Debatte steht, zeigt die Umfrage, dass die Mehrheit sich einen Wandel im Kanzleramt wünscht.
Merkel hat fertig – Mehrheit gegen erneute KanzlerkandidaturQuelle: AFP © Aris Oikonomou

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur lehnten mit 64 Prozent fast zwei Drittel der Befragten eine erneute Kanzlerkandidatur von Angela Merkel ab. 21 Prozent sprachen sich dennoch dafür aus, dass sie auch nach 16 Jahren als Kanzlerin noch einmal antritt.

Merkel hatte zusammen mit ihrem Rückzug vom CDU-Vorsitz bereits im Oktober 2018 angekündigt, dass sie nicht für eine weitere Amtszeit im Kanzleramt zur Verfügung steht. Ihre Nachfolgerin an der CDU-Spitze, Annegret Kramp-Karrenbauer, hat nun ebenfalls ihren Verzicht auf Parteivorsitz und Kanzlerkandidatur erklärt. Wer ihr auf den Posten folgen wird, soll bis zum Sommer geklärt werden. Norbert Röttgen hat als Erster seine Kandidatur bekannt gegeben, im Gespräch sind außerdem noch Friedrich Merz, Gesundheitsminister Jens Spahn und Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Unter den Unionswählern ist der Wunsch nach einer Kandidatur Merkels für eine weitere Amtszeit etwas größer als bei den Anhängern der anderen Parteien. 36 Prozent sind dafür, 52 Prozent dagegen.

Ein vorzeitiges Ende der Kanzlerschaft Merkels würde aber in der Bevölkerung nicht so gut ankommen. Fast jeder Zweite (49 Prozent) wünscht sich, dass die Große Koalition aus Union und SPD unter Merkel ganz normal bis zur Bundestagswahl im Herbst 2021 weiterarbeitet. Dagegen sind nur 35 Prozent für eine vorgezogene Neuwahl. Nur bei den Wählern von AfD (75 zu 19 Prozent) und Linken (46 zu 45 Prozent) überwiegt die Zahl derer, die eine Neuwahl des Bundestags wollen.

Mehr zum Thema - "Die Lage ist ernst": Außenpolitiker Norbert Röttgen will CDU-Parteichef werden

(rt/dpa)

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team