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Noch ein Rücktritt: Kardinal Marx zieht sich vom Vorsitz der Bischofskonferenz zurück

Noch ein Rücktritt: Kardinal Marx zieht sich vom Vorsitz der Bischofskonferenz zurück
Kardinal Marx mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Januar 2015
Neben der Thüringer Staatskanzlei, dem CDU-Vorsitz und dem Trainerstuhl bei Hertha BSC bleibt bald ein weiterer Posten vakant: Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat angekündigt, nicht mehr für den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz kandidieren zu wollen.

Reinhard Marx, römisch-katholischer Kardinal von München und Freising, gibt sein Amt als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ab.

Archivbild

Wie die DBK am Dienstag in Bonn mitteilte, steht Marx für eine zweite Amtszeit nicht zur Verfügung. Der Kardinal ist seit 2014 Vorsitzender des Zusammenschlusses der römisch-katholischen Bischöfe der deutschen Diözesen. Bei der Frühjahrsvollversammlung der DBK im März in Mainz hätte sich Marx zur Wiederwahl stellen können. Nun werde die Konferenz dort einen anderen Bischof wählen, so eine Sprecherin der DBK.

In einem Brief an die deutschen Bischöfe erklärte der 66-jährige Marx, aus Altergründen nicht für eine zweite Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Dieser Entschluss stehe schon seit einiger Zeit für ihn fest. Er habe das Amt gern ausgeübt, doch alles habe seine Zeit:

Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird. Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen. Und vielleicht ist es auch gut, wenn es häufiger einen Wechsel in dieser Aufgabe gibt.

Kardinal Marx stieß in seiner Zeit an der Spitze der DBK den Reformprozess der katholischen Kirche in Deutschland mit an, den sogenannten Synodalen Weg. In diesem auf zwei Jahre angelegten Programm geht es unter anderem um die Sexualmoral der katholischen Kirche, die Stellung der Frau und die verpflichtende Ehelosigkeit der Priester, den Zölibat. Der Reformprozess gilt als Reaktion auf den juristisch weitgehend folgenlos gebliebenen Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche.

Marx kündigte an, sich auch weiterhin für den Synodalen Weg zu engagieren und aktiv in der DBK mitzuarbeiten. Er wolle aber auch stärker in seinem eigenen Erzbistum präsent sein, gerade in dem in diesem Jahr beginnenden "umfassenden Strategieprozess". Seit 2008 steht Marx an der Spitze des Erzbistums München und Freising, das mit einem Vermögen von 5,5 Milliarden Euro als eines der reichsten Bistümer der katholischen Welt gilt. Aus dem Haushalt seines Bistums spendete der Kardinal in den vergangenen Jahren mehrmals erhebliche Summen für die sogenannte private Seenotrettung.

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