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Zahlung voller Versicherungssumme: Besitzer der gestohlenen Goldmünze klagt gegen Versicherung

Zahlung voller Versicherungssumme: Besitzer der gestohlenen Goldmünze klagt gegen Versicherung
Die rund 100-Kilo-Goldmünze "Big Maple Leaf" im Wert von rund 3,7 Millionen Euro trägt das Konterfei der britischen Königin Elisabeth II. Sie hat einen Durchmesser von 53 Zentimetern. Nur fünf Stück wurden weltweit geprägt.
Nach dem spektakulären Raub einer riesigen Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum kommt es vor dem Landgericht zu einem weiteren Prozess. Der Besitzer der Münze verklagt die Versicherung auf Auszahlung der vollen Versicherungssumme von rund vier Millionen Euro.

Eigentümer der Goldmünze ist ein Investor aus Düsseldorf. Bisher wurde er von der Versicherung nur zum Teil entschädigt. Nun will er in einem Zivilprozess vor dem Landgericht Berlin die Zahlung des vollen Werts erreichen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat sich als Trägerin des Bode-Museums der Klage angeschlossen. Verhandelt wird nach Angaben des Landgerichts am 21. Februar.

Symbolbild: Die Aktivitäten krimineller Clans geraten immer stärker in den Blickpunkt des öffentlichen Interesses.

Versicherung soll bislang nur 800.000 Euro erstattet haben

Die Stiftung teile die Auffassung des Geschädigten, dass die Versicherung (Allianz) aufgrund des Versicherungsvertrags verpflichtet sei, dem Eigentümer den Schaden vollständig zu ersetzen. Deshalb sei die Stiftung an seiner Seite dem Rechtsstreit beigetreten, hieß es am Mittwoch. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung soll die Versicherung bislang nur 800.000 Euro erstattet haben.

Der spektakuläre Raub der rund 100 Kilogramm schweren und etwa drei Zentimeter dicken Goldmünze "Big Maple Leaf" – mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro – geschah vor rund drei Jahren. In der Nacht zum 27. März 2017 sollen gegen 3.30 Uhr offenbar mehrere Täter mit einer Leiter von den angrenzenden S-Bahngleisen aus durch ein Fenster im zweiten Obergeschoss in das Gebäude eingedrungen worden sein. Möglicherweise wurde der Diebstahl durch Sicherheitsmängel in dem Museum begünstigt. So soll das Fester, durch das die Diebe eingestiegen waren, nicht alarmgesichert gewesen sein, ebenso das Sicherheitsglas der Vitrine, in der sich das Prachtstück befand.

Mehrere Tatverdächtige im Alter von 20 bis 24 Jahren stehen vor Gericht

Mittels einer Axt wurde das Panzerglas zerschlagen und die Münze entwendet. Mit einem Rollbrett, einem Seil und einer Schubkarre sei das wertvolle Stück anschließend weggeschafft worden, teilte die Polizei damals mit. Mehrere Monate später wurden mehrere Tatverdächtige im Alter von 20 bis 24 Jahren verhaftet.

Graffito zu Ehren des Kriminellen Nidal R. im September 2018 in Berlin

Vor einem Jahr begann der Prozess wegen gemeinschaftlichen Diebstahls in besonders schwerem Fall vor dem Berliner Landgericht gegen die vier jungen Männer. Das Quartett schweigt bis heute zu den Vorwürfen. Drei der deutschen Angeklagten gehören einer arabischstämmigen Großfamilie an – zwei Brüder (20 und 24 Jahre) sowie ihr Cousin (20 Jahre). Der Vierte soll zuvor als damaliger Wachmann in dem Museum Tipps gegeben haben.

Das Gericht schloss am Donnerstag die Beweisaufnahme ab. Am kommenden Montag wird das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erwartet. Das Urteil könnte nach bisheriger Planung am 20. Februar verkündet werden, zitiert die Deutsche Presse-Agentur die Vorsitzende Richterin in einem Bericht.

Die Beute ist bis heute nicht aufgetaucht. Ermittler gehen davon aus, dass die Münze aus höchstreinem Gold zerkleinert und Stück für Stück verkauft wurde.

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