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#40JahreGrüne: Glückwünsche und Tadel zum 40. Geburtstag der Grünen

#40JahreGrüne: Glückwünsche und Tadel zum 40. Geburtstag der Grünen
Die Parteivorsitzenden und der Partygast: Robert Habeck und Annalena Baerbock mit Frank-Walter Steinmeier auf der Jubiläumsfeier in Berlin am Freitag vergangener Woche
Die Grünen haben am Freitag vergangener Woche ihren 40. Geburtstag gefeiert. Die Partei feierte sich selbst, der Bundespräsident gratulierte. Doch in den sozialen Netzwerken gab es neben Glückwünschen auch jede Menge ätzender Kritik und Spott.

Bündnis 90/Die Grünen feierten am Freitagabend ihren Geburtstag als Partei. Vor vierzig Jahren, am 13. Januar 1980, wurde die Partei auf Bundesebene gegründet. Bei der Jubiläumsfeier am Freitag in Berlin lobte Bundespräsident Frank-Walter die Grünen geradezu über den grünen Klee und zeichnete nebenbei ein sehr freundliches Bild der deutschen Gegenwart:

Es läuft gut für die Grünen. Diese Blumen allerdings gab es nicht zum Geburtstag der Partei, sondern für das Führungsduo Habeck/Baerbock nach der Wiederwahl im November 2019.

Die Grünen haben das Land verändert – und das Land hat die Grünen verändert. Deutschland ist offener geworden und vielfältiger, menschlicher und moderner in diesen 40 Jahren. Vor allen Dingen aber ist die Ökologie seit 1980 aus der Politik nicht mehr wegzudenken. Mehr noch: Ökologie und Nachhaltigkeit sind zum Maßstab von Politik geworden – auch weit jenseits dieser Partei.

Auch in den sozialen Netzwerken war das grüne Jubiläum Thema. Unter dem Hashtag #40JahreGrüne finden sich auf Twitter Glückwünsche von der politischen Konkurrenz sowie Lob, Kritik und Spott vonseiten anderer Nutzer. Natürlich lobten auch grüne Politiker die eigene Partei und ihre angeblichen Errungenschaften, unter ihnen die Bundestagsabgeordneten Renate Künast, Cem Özdemir und Britta Haßelmann sowie die Vorsitzende der bayerischen Landtagsfraktion Katharina Schulze.

Auch von der CDU kamen Glückwünsche. In einem Tweet erinnerte die Partei an die Pizza-Connection, einem Gesprächskreis jüngerer Abgeordneter von CDU und Grünen, in dem ab den neunziger Jahren eine Annäherung der früher verfeindeten Parteien vorbereitet wurde.

In einem weiteren Tweet wurde aus einem freundlichen Glückwunschschreiben der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer an die Grünen zitiert. Allerdings scheint längst nicht jeder in der Union freundliche Gefühle für die Grünen zu hegen. Die Junge Union München-Nord etwa verspottete die grüne Konkurrenz in einem Tweet.

Glückwünsche verbunden mit dem Hinweis auf eine mögliche Zusammenarbeit kamen auch von der neuen SPD-Vorsitzenden Saskia Esken. Esken, die auch an der Feier teilnahm, bedankte sich für "fruchtbaren Streit und gute Partnerschaft" und lud die Grünen zum gemeinsamen Grillen ein, behutsam, "damit es nicht schwarz wird". Dieser Spruch stand auch auf der dazu überreichten Grillzange.

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Auch Kevin Kühnert, der Vorsitzende der Jusos, der manchen als neuer starker Mann der Sozialdemokratie gilt, sagte in Richtung Grüne:

Gut, dass es Euch gibt.

Katja Kipping, Vorsitzende der Partei die Linke, gratulierte den Grünen "von Herzen" und wünschte ein "rauschendes Fest". Der SPD-Karl Lauterbach schloss sich diesem Glückwunsch in Kippings Tweet ausdrücklich an und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass Grüne, SPD und Linke bald gemeinsam regieren könnten:

Nur dann ginge ein echter Ruck durch Deutschland. Mehr Umwelt- und Klimaschutz und mehr Gerechtigkeit, ein besseres Deutschland.

Die meisten "Glückwünsche" von Nichtpolitikern fielen dagegen deutlich nüchterner aus. "Paint it Black", schrieb etwa ein Nutzer in Anspielung auf die Entwicklung der Partei in Richtung des politischen Mainstreams, dabei die gleiche Band zitierend, deren Lied "Angie" gern mit der Kanzlerin in Verbindung gebracht wird. Andere beklagten, die Partei habe ihre ursprünglich guten Ziele verraten. Ein Nutzer schrieb, es noch heute zu bereuen, die Grünen einmal gewählt zu haben. Neben ihrer Zustimmung zu den Kriegseinsätzen der Bundeswehr wurde der Partei auch immer wieder ihre Mitwirkung an den Hartz-Gesetzen und der damit verbundenen Einführung des Niedriglohnsektors in Deutschland vorgehalten.

Ein weiterer Tweet verdeutlichte die Entwicklung der Grünen mit Bildern aus der Karriere des früheren Außenministers Joseph "Joschka" Fischer, der im Jahr 1999 die deutsche Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien mit Auschwitz legitimierte und mittlerweile als Berater und Lobbyist arbeitet.

Glückwünsche für die Grünen kamen auch von einer Seite, die der Partei selbst nicht geheuer sein dürfte. McDonalds twitterte "Herzlichen Glückwunsch" und verglich die Partei mit einem seiner fleischfreien Produkte. Beide hätten Biss und seien umweltbewusst und fleischfrei. 

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