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Tierquälerei: Ministerin Klöckner sieht Verbraucher und Supermärkte in der Pflicht

Tierquälerei: Ministerin Klöckner sieht Verbraucher und Supermärkte in der Pflicht
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Berlin am 26. November 2019.
Laut Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner ist das gestiegene Interesse der Deutschen an den Methoden der Tierhaltung gut. Ihrer Einschätzung nach müssten die Bürger eben mehr für Lebensmittel ausgeben, um Tierqälerei zu verhindern. Supermärkte handelten "unanständig."

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner steht unter anderem aufgrund ihrer laschen Tierwohlpolitik in der Kritik. Jetzt hat sie die Deutschen aufgefordert, einen höheren Anteil ihres Einkommens für Essen auszugeben.

Da liegen wir mit weniger als zehn Prozent am unteren Ende der Europäischen Union", sagte die CDU-Politikern der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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Sie finde es gut, dass sich die Menschen heute mehr als früher für die Methoden der Tierhaltung interessierten.

Ferkel, Symbolbild.

Dann müssen sie aber auch wissen, dass das mehr kostet – und sagen: Ich esse vielleicht nicht mehr jeden Tag Fleisch, dafür aber besseres."

Klöckner kritisierte die Preispolitik der Supermärkte. Sie finde es unanständig, "wenn der Handel die Kunden mit Dumpingpreisen für Fleisch in den Laden lockt, damit sie dort andere Produkte kaufen". Nur bei höheren Preisen könnten Tierhalter auch weiterhin in Deutschland produzieren, ohne dass es zu Importen aus Ländern mit niedrigeren Standards komme. Kritik erhielt sie unter anderem, weil ihr Gehalt sicherlich höher ist als das vieler Bürger, worauf sie sogleich reagierte:

Andere Stimmen hingegen verwiesen darauf, dass es Aufgabe der Ministerin sei, die hierzulande vergleichsweise rückständige Tierquälerei zu beenden.

Zudem kritisieren entwicklungspolitische Organisationen seit langem das unter anderem durch Subventionen ermöglichte Dumping durch europäische Produkte, welches die Geschäfte lokaler Landwirte in Entwicklungsländern zunichte machen.

Teuer ist nicht immer gut – Verbraucher nicht für dumm verkaufen

Erst vor wenigen Tagen hatte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, mehr Informationen für Kaufentscheidungen im Supermarkt gefordert.

Der Preis ist keine Orientierung für Qualität", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Es stimme nicht mehr, dass teure Lebensmittel automatisch gut seien und preiswerte automatisch schlecht. Nötig sei, Verbrauchern das Leben zu erleichtern, sie nicht für dumm zu verkaufen und deutlich zu machen, wo es unterschiedliche Produkt- und Prozessqualitäten gebe.

Dann werden wir auch eine ausdifferenzierte Zahlungsbereitschaft erleben.

Zu Lockpreisen etwa für Fleisch ist ein Treffen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Handelsunternehmen geplant. Einen Termin gibt es noch nicht und ob es dort mehr als freiwillige Bekenntnisse zum Tierschutz gibt, bleibt abzuwarten.

Mehr Wertschätzung für Lebensmittel ist auch ein Thema bei der Agrar- und Ernährungsmesse Grüne Woche (17. bis 26. Januar) in Berlin. Tierschutzorganisationen rufen derweil zu der Demonstration "Wir haben es satt" auf, die jährlich auf die verfehlte Agrarpolitik aufmerksam macht.

Denn im deutschen Tierschutzgesetz heißt es "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen." Tiere müssten demnach hierzulande artgerecht gehalten, ernährt und gepflegt werden. Im Jahr 2002 wurde der Tierschutz zudem als Staatsziel im deutschen Grundgesetz verankert. 

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