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Verletzter Polizist in Leipzig: SPD-Vorsitzende Esken fordert Überprüfung von Polizeieinsatz

Verletzter Polizist in Leipzig: SPD-Vorsitzende Esken fordert Überprüfung von Polizeieinsatz
Symbolbild: Proteste von Linksextremen gegen den internationalen Polizeikongress in Berlin-Kreuzberg, Deutschland, 5. September 2016.
In der Silvesternacht wurde ein Polizist in Leipzig durch mutmaßliche Linksextreme schwer verletzt und musste notoperiert werden. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken sieht eine mögliche Mitschuld in der Durchführung des Polizeieinsatzes und fordert eine Überprüfung.

In der Silvesternacht versuchten Polizisten, Linksradikale im Leipziger Stadtteil Connewitz festzunehmen. Über 1.000 Menschen hatten sich zusammengefunden. Die Polizei wurde kurz nach Mitternacht mit Pyrotechnik, Steinen und Flaschen angegriffen. Drei Männer sollen dabei auf drei Polizisten losgegangen sein und ihnen die Helme vom Kopf gerissen haben. Ein am Boden liegender Polizist wurde schwer verletzt. So lautet eine der Versionen. 

Der 38-jährige Mann musste anschließend notoperiert werden. So zumindest die vorläufige Darstellung der Leipziger Polizei, die im Laufe des gestrigen Tages zurückgenommen werden musste. Die Soko LinX ermittelte zunächst wegen versuchten Totschlags, dann wegen versuchten Mordes. Drei weitere Beamte zogen sich leichte Verletzungen zu.

Polizeipräsident Torsten Schultze: 

Polizeibeamte sind Menschen. Es ist erschreckend, wie skrupellos Personen in der Silvesternacht am Connewitzer Kreuz durch offensichtlich organisierte Angriffe schwerste Verletzungen von Menschen verursachen bzw. in Kauf nehmen. Und es ist genauso erschreckend, wie schnell z. B. in einem Tweet schon um 00.26 Uhr Ursache und Wirkung verkehrt werden. Es gibt keine rechtsfreien Räume.

Silvester-

Bundesinnenminister Horst Seehofer sprach von einem "brutalen Angriff" und "menschenverachtender Gewalt", die es zu verurteilen gilt. 

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken verurteilte den gewaltsamen Übergriff auf Polizisten in Leipzig während der Silvesternacht, forderte jedoch eine Überprüfung der Einsatztaktik: 

Im Sinne der Polizeibeamten muss jetzt schnell geklärt werden, ob die Einsatztaktik angemessen war. Sollte eine falsche Einsatztaktik Polizistinnen und Polizisten unnötig in Gefahr gebracht haben, liegt die Verantwortung dafür beim sächsischen Innenminister. 

Esken verwies auf die Berliner Polizei, die sie als Vorbild in der Deeskalation von Protesten sieht: 

Die Berliner Polizei hat zum Beispiel aus den Erfahrungen vergleichbarer Ausschreitungen am 1. Mai oder zu Silvester im Lauf der Jahre eine Deeskalationsstrategie entwickelt, die sich bewährt hat. 

FDP-Chef Christian Lindner reagierte auf die Aussage von Eksen:

Unmittelbar nach so einem Einsatz fällt die SPD den Beamtinnen und Beamten in den Rücken. Wer für uns die Knochen hinhält, sollte den Rücken gestärkt bekommen. Hier werden Täter und Opfer vertauscht.

Der Vorsitzende der Werteunion, dem konservativem Flügel von CDU und CSU, Alexander Mitsch, forderte hingegen mehr Härte gegen Linksextreme:  

In einem taz-artikel ist die Rede von Widersprüchlichkeiten bezüglich der Darstellung von Seiten der Polizei und auch von Augenzeugen. Zur Klärung des Vorfalls wird sich der sächsische Innenminister Roland Wöller (CDU) gemeinsam mit dem Landespolizeipräsidenten Horst Kretzschmar am Freitag mit Polizisten in Leipzig treffen, die an dem Einsatz beteiligt waren. 

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