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Ermittlungen wegen versuchten Mordes nach Angriff auf Polizisten in Leipzig

Ermittlungen wegen versuchten Mordes nach Angriff auf Polizisten in Leipzig
Silvester-"Feier" am Connewitzer Kreuz
Nach den gewalttätigen Ausschreitungen in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz ermittelt die Polizei nun wegen versuchten Mordes. Ein Polizist war bei einem gezielten Angriff schwer verletzt worden. Linken-Politiker machten die Polizei für die Gewalt verantwortlich.

Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) ermittelt nach dem Angriff auf einen Polizisten in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz wegen des Verdachts auf versuchten Mord. Wie ein Sprecher der Behörde am Neujahrstag erklärte, hätten die konkreten Tatumstände und die Verletzungen des Beamten die Staatsanwaltschaft dazu veranlasst. 

Der 38-jährige Polizist war am frühen Mittwochmorgen bei Ausschreitungen im als linksalternativ geltenden Leipziger Stadtteil Connewitz durch Pyrotechnik schwer verletzt worden. In einer Pressemitteilung der sächsischen Polizei hieß es nach dem Einsatz, dass die Polizeidirektion einen Einsatz "zur Aufrechterhaltung der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung" durchführte. Dabei seien die Polizisten am Connewitzer Kreuz, wo über eintausend Personen versammelt gewesen seien, angegriffen worden:

Nachdem zuerst Silvesterfeuerwerk gezündet wurde, wurden gegen 00:15 Uhr Polizeibeamte an der Selneckerstraße und an der Wiedebachstraße massiv mit Steinen, Flaschen und Feuerwerkskörpern angegriffen. Eine Gruppe von Gewalttätern versuchte einen brennenden Einkaufwagen mitten in eine Einheit der Bereitschaftspolizei zu schieben und beschossen diese massiv mit Pyrotechnik.

Dabei sei ein Beamter so schwer verletzt worden, dass er das Bewusstsein verlor und im Krankenhaus notoperiert werden musste. Aus Polizeikreisen hieß es, dass dem Polizisten vor dem Angriff der Helm vom Kopf gerissen worden sei. Drei weitere Beamte wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt. Es habe bis 2:00 Uhr immer wieder Angriffe auf die Einsatzkräfte gegeben. Neun Personen – zwei Frauen und sieben Männer – seien vorläufig festgenommen, drei von diesen aber noch in der Nacht wieder entlassen worden. Die Polizei ermittle auch wegen schweren Landfriedensbruchs sowie wegen Körperverletzungsdelikten. In den sozialen Netzwerken veröffentlichte Videos vermitteln einen Eindruck der gewalttätigen Angriffe. 

Mehrere Politiker der Partei Die Linke kritisierten noch in der Neujahrsnacht das Vorgehen der Polizei und nährten damit den Eindruck, die Angriffe auf Polizisten zu billigen. So schrieb die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel am frühen Morgen auf Twitter:

Anstatt die Polizei den Kiez einfach mal verlässt, läuft sie immer wieder behelmt durch die Menge, rennt Menschen um und löscht Feuer. Sinnlos … Uff. Cops raus aus #Connewitz gewinnt nach diesem Jahreswechsel ne neue Bedeutung. Ekelhafte Polizeigewalt, überrennen unbeteiligter (sic!), wirre Einsatzmanöver, kalkulierte Provokation.

Auch Michael Neuhaus, Bundessprecher der Linksjugend, wies die Verantwortung für die Gewalt in Connewitz der Polizei zu. Am Morgen des Neujahrstages schrieb er auf Twitter:

Mich beschleicht das dumpfe Gefühl, dass in #Connewitz von vornherein ein Exempel statuiert werden sollte. Was ist das eigentlich für ein Staat, der aus politischen Profilierungsgründen in der Silvester Nacht gegen Feiernde vorgeht?

Die Polizei warf Neuhaus daraufhin vor, indirekt die Gewalttaten zu rechtfertigen: 

Uns beschleicht das dumpfe Gefühl, dass hier Relativierungsversuche schwerster Straftaten stattfinden, die wir sonst eher aus einer anderen Ecke kennen. Was sind das für Politiker, die nach derartigen Taten von "Feiernden" sprechen?

Nach der heftigen Kritik an seinen Äußerungen stellte Neuhaus klar, dass auch er es erschreckend findet, wenn ein Mensch schwer verletzt wird. Er heiße Gewalt nicht gut, allerdings brauche es eine "politische Analyse" des Geschehens. 

Auch die frühere Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth warf der Polizei vor, randaliert zu haben:

Auf Twitter wurde auch darauf verwiesen, dass Katja Meier, von Bündnis 90/Die Grünen und seit kurzem sächsische Justizministerin, als Jugendliche Bassistin in der Punkband Harlekins gewesen sei, die in ihrem Lied "Hurra, der Mai ist da!" sang:

Advent, Advent, ein Bulle brennt. Erst ein, dann zwei, dann drei.

Der sächsische Innenminister Roland Wöller von der CDU nannte die Angriffe auf Polizisten in Connewitz "bewusste und gezielte Angriffe auf Menschenleben". Sein Parteifreund Christian Hartmann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, erklärte:

Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, dass dieser Stadtteil nicht autonomen Gewalttätern überlassen wird.

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