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Berlins Innensenator will Olympia "nicht den Autokratien überlassen"

Berlins Innensenator will Olympia "nicht den Autokratien überlassen"
"Berlin kann Großveranstaltungen austragen": Senator Geisel bei der Sportler-Gala am Samstag
Deutschland sollte sich um die Ausrichtung der Olympischen Spiele bemühen, denn diese dürften "nicht den Autokratien überlassen" werden. Das findet Berlins Innensenator. Berlin stehe bei einer deutschen Bewerbung als Ausrichtungsort "natürlich bereit".

Der Berliner Innensenator Andreas Geisel von der SPD hat Berlin wieder einmal als Ausrichtungsort für Olympische Spiele ins Gespräch gebracht. Am Rande der Gala zum "Berliner Sportler des Jahres 2019" im Neuköllner Estrel-Hotel begründete der Senator dies gegenüber der Nachrichtenagentur dpa so:

Wir dürfen die Olympischen Spiele nicht den Autokratien überlassen. Deutschland ist die viertgrößte Industrienation auf der Welt.

Bei einer deutschen Bewerbung würde die Hauptstadt als Ausrichtungsort "natürlich bereit stehen. Berlin hat gezeigt, dass es solche Großveranstaltungen austragen kann." Man wolle allerdings nicht vorpreschen. Zunächst müsse sich die Bundesregierung bewegen.

WADA-Pressekonferenz am 9. November 2019

Bislang hat sich innerhalb Deutschlands nur Nordrhein-Westfalen mit der Initiative Rhein-Ruhr als Kandidat für die Ausrichtung  der Olympischen Spiele 2032 gemeldet. Die Berliner Zurückhaltung begründet der Senator mit den Erfahrungen der Vergangenheit:

Wir haben zu viele Niederlagen erlitten.

Die Ausführungen des Senators wirkten einerseits mit seiner impliziten Gegenüberstellung des "guten" Deutschland und der "bösen" Autokratien auf nicht wenige Beobachter überheblich. Dabei drängt sich auch die Frage auf, welche Staaten für Geisel als Autokratien gelten. Die Sommerspiele des Jahres 2020 werden in Tokio stattfinden, es folgen 2024 Paris und 2028 Los Angeles. Die letzten Spiele fanden 2016 in Rio de Janeiro statt, 2012 war London dran, 2008 Peking, 2004 Athen. 

Zum anderen lässt sich angesichts der akuten und sich verschärfenden sozialen Probleme der deutschen Hauptstadt – Stichworte Wohnungsnot, Verkehrskollaps, Bildungsmisere und Sicherheit – auch bezweifeln, ob Olympische Spiele in Berlin überhaupt durchführbar und der Bevölkerung vermittelbar wären.

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