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Für "das Klima": In der Schule abgesackt – und zufrieden damit

Für "das Klima": In der Schule abgesackt – und zufrieden damit
Auf einer Demonstration von "Fridays for Future" erzählt eine Demonstrantin der Tagesschau, dass sie wegen ihrer Teilnahme an den Demonstrationen in der Schule abgesackt sei, das aber "für das Klima" in Kauf nehme. Das Video sorgt für Aufsehen und kontroverse Debatten.

In den sozialen Netzwerken hat am Wochenende das kurze Video einer Teilnehmerin an den sogenannten Klimaprotesten in Köln für Aufsehen gesorgt. Darin erklärte die 14-jährige Schülerin Maira Kellers gegenüber der Tagesschau, wegen ihres Engagements für die Bewegung "Fridays for Future" in der Schule um drei Notenstufen abgesackt zu sein. Wörtlich sagte das Mädchen:

Ich bin deutlich schlechter in der Schule geworden. Sagen wir es so: Von einer Einser-Schülerin zu einer Vierer-Schülerin. Aber ich nehme das irgendwie in Kauf. Weil ich mach' es für das Richtige. Und das Klima hat irgendwie höchste Priorität und sollte dann auch über meiner schulischen Leistung stehen. Weil es ja um meine Zukunft geht, was ja auch das Motto ist.

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Die ARD verbreitete den Videoschnipsel in den sozialen Netzwerken, dort machte er schnell die Runde. Etliche Nutzer lobten das Mädchen für seinen Einsatz, andere kritisierten und verspotteten die Schülerin in deutlichen Worten. Manche bezweifelten, dass das regelmäßige Fehlen an einem Wochentag einen solchen schulischen Absturz zur Folge haben könne.

Andere erklärten Kellers zu einem Beispiel für die angebliche Verblödung der heutigen Jugend, die Bewegungen wie "Fridays for Future" erst ermögliche. Ein Nutzerin spottete, es mache nichts, wenn das Mädchen sich verschlechtere, schließlich suche der Niedriglohnsektor ständig nach Arbeitskräften. Ein anderer schlug in dieselbe Kerbe:

Prima! Ich suche in zehn Jahren nämlich eine preiswerte Putzhilfe.

Noch aus einem anderen Grund sorgte das Video für Aufsehen. Die Tagesschau hatte das Mädchen einfach als "Maira Kellers, 14, Fridays for Future Köln" eingeführt. Nicht erwähnt wurde, dass Kellers eine der Organisatorinnen der Bewegung ist und auf der Seite von "Fridays for Future" als Pressesprecherin für Köln angegeben wird. Vor wenigen Tagen erst nahm sie gemeinsam mit Luisa Neubauer, dem deutschen Gesicht der Bewegung, stellvertretend für die Schwedin Greta Thunberg den "Deutschen Nachhaltigkeitspreis" entgegen.

Dass ein prominentes Gesicht von "Fridays for Future" von der Tagesschau als einfaches Mitglied und normale Demonstrantin dargestellt wurde, erinnerte Kommentatoren an das ZDF, das eine Grünen-Abgeordnete im Oktober in einem Beitrag über den Streit um die "AfD-Bio-Hirse" als einfache Kundin einführte. Dass Kellers auch schauspielert, ließ manche Nutzer vermuten, dass die dem Anschein nach spontane Stellungnahme von vornherein gestellt und eine Inszenierung war.

Kellers selbst schien mit der medialen Aufmerksamkeit für ihre kurze Stellungnahme unzufrieden zu sein. Am Wochenende schrieb sie auf Twitter, die Menschen sollten sich lieber mit Klimapolitik befassen als mit ihren schlechten Schulnoten.

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