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Wegen lückenhafter Bedienungsanleitung: Neuer Bundeswehr-Hubschrauber bleibt am Boden

Wegen lückenhafter Bedienungsanleitung: Neuer Bundeswehr-Hubschrauber bleibt am Boden
Ein NH90 der belgischen Küstenwache im Oktober 2019
Wieder einmal hat die Bundeswehr Probleme mit ihren Hubschraubern. Neu ausgelieferte Helikopter vom Typ NH90 Sea Lion werden erst einmal nicht in Betrieb genommen. Der Grund: Die Bedienungsanleitung des Herstellers Airbus Helicopters ist unvollständig.

Die Bundeswehr wird den im Oktober von Airbus Helicopters ausgelieferten Marine-Hubschrauber vom Typ NH90 Sea Lion bis auf weiteres nicht in Betrieb nehmen. Grund dafür sind nach Angaben des Bundesverteidigungsministerium vom Mittwoch erhebliche Lücken in der Bedienungsanleitung. In der Technischen Dokumentation seien bei der Wartung an 150 Stellen Unregelmäßigkeiten festgestellt worden:

In der Summe handelt es sich hierbei um erhebliche Fehler, die einen sicheren Flugbetrieb des Hubschraubers nicht erlauben.

Das Unternehmen hatte den ersten der 18 bestellten Sea-Lion-Helikopter am 24. Oktober an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr übergeben. In der bei dieser Gelegenheit veröffentlichten Pressemitteilung hatte Airbus Helicopters noch stolz erklärt, dass "Entwicklung und Produktion in Rekordzeit abgeschlossen" worden seinen.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer erklärte im Bundestag, dass "keiner dieser Hubschrauber in die Luft" gehen werde, auch wenn sie flugfähig seien. Dies gebiete die Fürsorgepflicht für die Piloten der Bundeswehr.

Die Technische Dokumentation eines Waffensystems soll alle Informationen enthalten, die zu dessen Nutzung, Wartung und Reparatur nötig sind. Dies ist im Fall des Sea Lion nach Auffassung der Bundeswehr nicht gegeben. Zwar sei man grundsätzlich immer noch  von der Leistungsfähigkeit des Hubschraubers überzeugt:

Aber aufgrund der unzureichenden und lückenhaften technischen Dokumentation kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt ein Flugbetrieb durch die Frauen und Männer der Marine nicht verantwortet werden.

Das Unternehmen erklärte mittlerweile, dass die vom Verteidigungsministerium bemängelten Punkte seit Längerem bekannt sind. Man arbeite mit allen beteiligten Partnern daran, sie zeitnah zu beheben.

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