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Ab 2021: Deutschland zahlt für NATO prozentual so viel wie USA

Ab 2021: Deutschland zahlt für NATO prozentual so viel wie USA
Bundeskanzlerin Angela Merkel mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg während einer Pressekonferenz in Berlin am 7. November 2019.
Deutschland wird künftig einen genauso hohen Anteil an den Gemeinschaftskosten der NATO tragen wie die USA. Darauf sollen sich die 29 Mitgliedsländer kurz vor dem sogenannten Jubiläumsgipfel in London geeinigt haben.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) haben sich die 29 Mitgliedstaaten des Militärbündnisses kurz vor dem Jubiläumsgipfel in London darauf verständigt, den entsprechenden Aufteilungsschlüssel zu ändern. Demnach wird der US-Anteil an den Gemeinschaftskosten ab 2021 von derzeit 22,1 Prozent auf 16,35 Prozent gesenkt und der deutsche Anteil von 14,8 Prozent auf 16,35 Prozent erhöht. Die dann noch bleibende Finanzierungslücke füllen anteilig die anderen NATO-Staaten mit Ausnahme Frankreichs.

Flagge der US-Botschaft Berlin, Deutschland, 28. Oktober 2013.

Mit dem Geld aus der Gemeinschaftskasse werden zum Beispiel die Bündniszentrale in Brüssel und die militärischen Hauptquartiere finanziert. Ein Teil der Mittel ist zudem für Investitionen in gemeinschaftlich nutzbare Infrastruktur vorgesehen. Wie viel Geld ein Land zu den Gemeinschaftskosten beitragen muss, richtet sich grundsätzlich nach dem Bruttonationaleinkommen. Für die USA gibt es allerdings eine Obergrenze, da sie sonst rund die Hälfte der Gemeinschaftskosten tragen müssten.

Für Deutschland würde die Änderung des Verteilungsschlüssels bei konstanten Kosten eine jährliche Mehrbelastung in Höhe von mehr als 33 Millionen Euro bedeuten. Die USA könnten dagegen mehr als 120 Millionen Euro sparen. In diesem Jahr zahlen die Vereinigten Staaten von den betroffenen Gemeinschaftsausgaben in Höhe von etwa 2,12 Milliarden Euro fast 470 Millionen Euro, während Deutschland rund 313 Millionen Euro überweist.

US-Präsident Trump verlangt von der Bundesrepublik und anderen Bündnispartnern immer wieder, ihre nationalen Militärausgaben bis 2024 auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) zu erhöhen.

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(rt deutsch/dpa)

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