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Überraschung: Der nächste BER-Eröffnungstermin droht zu platzen

Überraschung: Der nächste BER-Eröffnungstermin droht zu platzen
Wenigstens Koffer sind schon da: Tests der Gepäckförderungsanlage am BER am Montag dieser Woche
Im Oktober 2020 soll der neue Hauptstadtflughafen BER eröffnen. Allerdings könnte dieser Termin platzen. Laut einem vertraulichen Papier des TÜV gibt es weiterhin zahlreiche Mängel an den Sicherheitskabeln. Deren Beseitigung erfolgt nur schleppend.

Die für den Oktober 2020 vorgesehene Eröffnung des Hauptstadtflughafen BER droht zu platzen. Das berichtet der Tagesspiegel. Demnach konnte die Zeitung eine vertrauliche Präsentation des TÜV Rheinland einsehen. Aus diesem Papier von Ende September gehe hervor, dass die Beseitigung von rund 16.000 Mängeln an den Sicherheitskabeln weiterhin schleppend vorangeht. Wörtlich heißt es darin:

Bei nicht vorhandener Mängelfreiheit kann … keine positive Prüfbescheinigung ausgestellt werden.

Mehr als Kabelsalat

Nach den Plänen der Flughafengesellschaft muss im April 2020 ein sechsmonatiger Testbetrieb starten, damit der vorgesehene Eröffnungstermin im Oktober eingehalten werden kann. Die Nachprüfungen des TÜV sollen laut der Präsentation bis mindestens Ende Februar 2020 dauern. Allerdings könnten sie sich auch bis zum Juni hinziehen. In diesem Fall wäre der Eröffnungstermin nicht zu halten.

Der TÜV beschreibt die Mängel mit den Sicherheitskabeln immer noch als gravierend. So halte die Flughafengesellschaft zum Teil Mängel für erledigt, obwohl sie beim TÜV immer noch durchfallen würden. Im Papier ist die Rede von einer "exemplarischen" Mängelbeseitigung. Einzelne Mängel würden behoben, doch fänden sich im direkten Umfeld weitere Mängel derselben Art. So würden Kabelknoten beispielsweise "nur beiseite geschoben".

Der Tagesspiegel berichtet auch, dass der Leiter der Objektüberwachung auf der BER-Baustelle im Berliner BER-Untersuchungsausschuss im September zwar nur von "Kleinstmängeln" sprach, gleichzeitig aber einräumte:

Am Ende bleibt übrig, was am schwierigsten zu lösen ist.

Nach Aussage des Mannes werden am Ende nicht behebbare Mängel bleiben. Man werde mit dem TÜV und der Bauaufsichtsbehörde klären müssen, wie man mit diesen umgehe. Er rechne aber dennoch mit einer Abnahme. Die Baubehörde des Landkreises Dahme-Spreewald erklärte bereits, dass die Mängel beseitigt werden müssen und es keine "Deals" geben werde.

Der Befund der TÜV-Präsentation steht in deutlichem Kontrast zu den von der Flughafengesellschaft in den letzten Monaten verbreiteten Erfolgsmeldungen. Der Tagesspiegel berichtet, dass Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup dem Aufsichtsrat zunächst nur eine zensierte Fassung zukommen ließ, bei der vier Seiten fehlten.

An diesem Freitag wird Lütke Daldrup bei der Aufsichtsratssitzung das genaue Datum der geplanten Eröffnung verkünden. Es gilt als sicher, dass es sich um einen Tag im Oktober 2020 handeln wird. Falls dieser Termin dann wieder platzt, könnten die betroffenen Fluglinien und sonstigen Geschäftspartner Schadenersatz verlangen.

Mehr zum Thema - TÜV-Bericht: BER-Inbetriebnahme 2020 "stark gefährdet"

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