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Eltern von Otto Warmbier geben nicht auf: Nordkorea-Hostel in Berlin soll schließen

Eltern von Otto Warmbier geben nicht auf: Nordkorea-Hostel in Berlin soll schließen
Cindy und Fred Warmbier bei einem Symposium über Menschenrechte in Nordkorea, New York, USA, 3. Mai 2018.
Erneut wollen die US-amerikanischen Eltern von Otto Warmbier, der in Nordkorea verurteilt wurde und verstarb, nach Berlin reisen und die Schließung eines nordkoreanischen Hostels erzwingen. Unterstützung erhalten sie von Richard Grenell, dem US-Botschafter in Deutschland.

Otto Warmbier reiste im Jahr 2015 als Student mit einer Gruppenreise nach Nordkorea. Kurz vor seiner Abreise wurde er zu 15 Jahren Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Er soll ein politisches Poster entwendet haben. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich während der Haft. Die nordkoreanische Regierung genehmigte im Juni 2017 seine Ausreise. Warmbier lag zu diesem Zeitpunkt im Wachkoma. Wenige Tage nach seiner Ankunft in den Vereinigten Staaten verstarb er. Einer Obduktion stimmten die Eltern nicht zu.

Die USA sind vielleicht nicht in der besten Situation, um sich als Verteidiger von Menschenrechten zu präsentieren. Im Bild:  Das verrufene US-Gefangenenlager Guantanamo:

Seine Eltern Cindy Warmbier und Fred Warmbier äußern sich seither in der Öffentlichkeit und prangern die Verletzung der Menschenrechte in Nordkorea an. Im Visier ihrer Kritik steht auch das City-Hostel in Berlin-Mitte. Der Plattenbau befindet sich auf dem Gelände der nordkoreanischen Botschaft. Die Einnahmen der Herberge, rund 38.000 Euro monatlich, würden der nordkoreanischen Führung zugute kommen, so ihr Vorwurf. In dem mit 450 Betten ausgestatteten City-Hostel übernachten junge Leute aus aller Welt. Nur der Metallzaun, der das Hostel vom Botschaftsgelände trennt, weist auf die Verbindung zu Nordkorea hin. Daran sind Tafeln mit Bildern aus Nordkorea angebracht. 

Seit 2016 dürfen – gemäß einer UN-Resolution – ausländische Immobilien von Nordkorea weder gemietet noch gepachtet werden. Mit dem Hostel in Berlin, so die Warmbiers, würden also Sanktionen verletzt werden. Vom deutschen Staat fordern sie, aktiv zu werden und das Hostel schließen zu lassen.

Vor zweieinhalb Wochen reisten die Warmbiers daher nach Berlin. Dabei versuchten sie, den Manager des Hostels mit ihrer Forderung zu konfrontieren, was jedoch scheiterte. Nach einem Besuch an der nordkoreanischen Grenze wollen sie bald erneut in die deutsche Hauptstadt kommen. Die Unterstützung des US-Botschafters Richard Grenell ist ihnen dabei sicher. Der Botschafter wandte sich mit einem Schreiben an den Hostel-Betreiber. 

Bereits 2018 wurde dem Hostel eine Räumungsverfügung ausgesprochen und dem Betreiber EGI GmbH gekündigt. Zu einem Gerichtstermin vor dem Landgericht Berlin kam es bisher nicht, da Nordkorea den Gerichtskostenvorschuss bislang nicht gezahlt hat.

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