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Neue Umfrage: Vertrauen der Deutschen in Staat und Regierung schwindet rapide

Neue Umfrage: Vertrauen der Deutschen in Staat und Regierung schwindet rapide
Sinkendes Vertrauen: Bundeskanzlerin Angela Merkel mit ihrem Kabinett bei der Sitzung auf Schloss Meseberg am vergangenen Sonntag
Das Vertrauen der Deutschen in Staat und Regierung sinkt rapide. Das zeigt eine neue Umfrage. Demnach hält weniger als die Hälfte der Befragten den deutschen Staat für stark und handlungsfähig. Die Ursachen dafür im Dauerstreit der GroKo zu sehen, greift zu kurz.

Das Vertrauen der Deutschen in Staat und Regierung ist in den vergangenen Jahren rapide gesunken. Das zeigt eine Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) durchgeführt hat. Demnach sank der Anteil derer, die in der Qualität der Regierung eine Stärke Deutschlands sehen, zwischen 2015 und 2019 von 49 auf 26 Prozent – also von knapp der Hälfte auf nur noch ein gutes Viertel.

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Politische Stabilität hielten 2015 noch 81 der Befragten für eine Stärke Deutschlands, 2019 sehen das nur noch 57 Prozent so. 62 Prozent der Befragten gaben 2015 an, das politische System der Bundesrepublik für eine Stärke des Landes zu halten, 2019 lag dieser Wert bei 51 Prozent.

Nur noch 45 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der deutsche Staat stark und handlungsfähig ist, ebenso viele halten ihn mittlerweile für schwach. Im Osten sind sogar 57 Prozent der Auffassung, dass der Staat schwach ist, nur noch 34 Prozent sehen hier einen starken Staat.

Allensbach-Chefin Renate Köcher machte in einem Gastbeitrag für die FAZ die "Große Koalition" von Union und SPD für den rapiden Vertrauensverlust in Regierung und Staat verantwortlich:

Ein Regierungsbündnis, das von Mitgliedern dieses Bündnisses selbst immer wieder neu in Frage gestellt wird, verliert das Vertrauen der Bürger und beschädigt den Rückhalt für das politische System … Die positive Bilanz, die sich die Koalitionspartner selbst zur Halbzeit ausgestellt haben und die durch eine Analyse der Bertelsmann-Stiftung auch Unterstützung erfahren hat, wird von den Auseinandersetzungen in der Koalition und die sie tragenden Parteien völlig überlagert.

Köchers Diagnose trifft wahrscheinlich zu, allerdings dürften die Probleme weit tiefer liegen. Eine Koalition im Dauerstreit erklärt allein noch nicht den gravierenden Vertrauensverlust des Staates. Von größerer Bedeutung dürfte der Umstand sein, dass die Bürger den von Politik und Medien gern beschworenen Slogan vom "besten Deutschland aller Zeiten" immer weniger mit der von ihnen erlebten Realität in Übereinstimmung bringen können.

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