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Fritz von Weizsäcker bei Vortrag in Berliner Klinik erstochen

Fritz von Weizsäcker bei Vortrag in Berliner Klinik erstochen
Polizisten beim Abführen des Verdächtigen
In Berlin ist ein Arzt erstochen worden, als er in einer Klinik einen Vortrag hielt. Bei dem Todesopfer handelt es sich um Fritz von Weizsäcker, den Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Motiv und Identität des Täters sind noch unbekannt.

In der Schlosspark-Klinik in Berlin-Charlottenburg ist am Dienstagabend der Arzt Fritz von Weizsäcker erstochen worden. Von Weizsäcker, ein Sohn des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, hielt einen Vortrag in der Privatklinik, in der er Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I war, als er nach Angaben der Polizei gegen 18.50 Uhr plötzlich von einem Mann mit einem Messer angegriffen wurde.

Nach Angaben von Zeugen sprang der Mann nach 55 Minuten plötzlich auf und stach auf den Vortragenden ein. Der Täter soll über 40 Jahre alt sein, eine Glatze haben und eine dunkle Daunenjacke getragen haben.

Der U-Bahnhof Kottbusser Tor im September 2019

Der 59-jährige Arzt verstarb trotz schnell eingeleiteter Hilfsmaßnahmen noch am Tatort. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. Bei seinem Angriff verletzte er einen weiteren Mann schwer, der dem Arzt zur Hilfe kommen wollte. Bei dem Verletzten soll es sich um einen Polizisten handeln, der privat beim Vortrag war. Insgesamt waren etwa 20 Personen gekommen, um den Vortrag von Weizsäcker zu hören. Einige der Zuhörer halfen nach Polizeiangaben dabei, den Mann festzuhalten und ihn dann der Polizei zu übergeben.

Die Mordkommission übernahm die Ermittlungen. Am frühen Mittwochmorgen gab es nach Angaben eines Polizeisprechers noch keinen neuen Stand. Zur Identität des mutmaßlichen Täters und zu dessen Motiv machte die Polizei keine Angaben.

Die Klinik organisiert regelmäßig Veranstaltungen zu medizinischen Themen, auf denen sich Laien über Krankheitsbilder und Therapiemöglichkeiten informieren können. Von Weizsäckers Vortrag war unter dem Titel "Fettleber – (K)ein Grund zur Sorge?" angekündigt worden.

Kollegen des getöteten Arztes zeigten sich nach der Bluttat schockiert und tief betroffen. Die Schwester des Opfers, Beatrice von Weizsäcker, veröffentlichte auf Instagram das Foto eines Kreuzes. Dazu schrieb sie:

Gib acht auf meinen Bruder.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zeigte sich tief betroffen. Auf Twitter schrieb er:

Mein Freund Fritz von Weizsäcker wurde heute Abend in Berlin erstochen. Ein passionierter Arzt und feiner Mensch. Neulich noch war er bei uns zuhause zum Grillen. Ich bin fassungslos und muss meine Trauer teilen. Einmal mehr fragt man sich, in welcher Welt wir leben.

Der Vater des Opfers, Richard von Weizsäcker, war von 1981 bis 1984 Regierender Bürgermeister von Westberlin und von 1984 bis 1994 Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Er starb am 31. Januar 2015.

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