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Terrorverdacht: Polizei nimmt Syrer in Berlin fest – Verdächtiger arbeitete in einer Grundschule

Terrorverdacht: Polizei nimmt Syrer in Berlin fest – Verdächtiger arbeitete in einer Grundschule
Die Polizei nahm in Berlin einen terrorverdächtigen Syrer fest. (Symbolbild)
Ein Mann aus Syrien ist in Berlin verhaftet worden, weil er einen islamistischen Terroranschlag geplant haben soll. Der Verdächtige soll sich in Chatgruppen über den Bau von Bomben informiert und bereits entsprechende Chemikalien gekauft haben.

Der Mann wurde am Dienstagvormittag in einer Wohnung im Berliner Stadtteil Schöneberg festgenommen. Die Wohnung wurde durchsucht, um weitere Beweise zu finden. Der Verdächtige soll sich demnach in Chatgruppen über den Bau von Bomben informiert und bereits entsprechende Chemikalien gekauft haben. Er war laut Aussage des Innensenators Andreas Geisel (SPD) an einer Grundschule in der Hauptstadt als Reinigungskraft beschäftigt. Zuvor hat er bis September im Berliner Bode-Museum gearbeitet, sagte Geisel am Dienstag. Über ein mögliches Anschlagsziel des Verdächtigen lägen keine Erkenntnisse vor.

Wir gehen davon aus, dass es eine beträchtliche Gefahr gab", so Geisel.

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Hinweis eines "befreundeten ausländischen Nachrichtendienstes"

In ausgewerteten Chatprotokollen sei es darum gegangen, möglichst viele Menschen zu töten. Die Ermittler hätten den Mann seit Anfang des Jahres im Visier gehabt. Seit drei Monaten sei er von Kräften des Landes- und des Bundeskriminalamtes rund um die Uhr observiert worden. Auf seine Spur seien die deutschen Sicherheitsbehörden durch einen Hinweis eines "befreundeten ausländischen Nachrichtendienstes" gekommen. Dieser habe Internet-Chats des Verdächtigen beobachtet. Zur Frage, ob der Verdächtige Komplizen in Deutschland hatte, machte der Senator aus "ermittlungstaktischen Gründen" keine Angaben.

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe erklärte, der Verdächtige hat eine radikal-islamistische Einstellung. Er soll bereits begonnen haben, "die benötigten Bauteile und Chemikalien für den Bau einer Sprengvorrichtung zu beschaffen". Und weiter:

Diese sollte zu einem nicht bekannten Zeitpunkt an einem unbekannten Ort in Deutschland gezündet werden, um eine möglichst große Anzahl an Menschen zu töten und zu verletzen.

Im August 2019 soll der Mann Aceton und im September 2019 Wasserstoffperoxidlösung gekauft haben. "Beide Chemikalien werden zur Herstellung des hochexplosiven Sprengstoffs Triacetontriperoxid (TATP) benötigt." Der Sprengstoff lässt sich mit sehr einfachen Mitteln herstellen, ist billig und hat eine hohe Wucht. Das alles macht ihn attraktiv für Terroristen. Im Nahen Osten ist TATP auch als "Mutter des Satans" bekannt. Benutzt wurde es unter anderem bei den Terroranschlägen in Paris 2015.

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Plastiksprengstoff, Paket- und Magnetbomben sowie "Türfallen mit Explosivstoffen"

Der Berliner Generalstaatsanwaltschaft zufolge soll der Syrer seit dem Frühjahr 2019 neunmal in einer Messenger-Gruppe, die der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahesteht, Anleitungen zum Bau von Waffen und zum Herstellen von Sprengstoff ausgetauscht haben. "Zweck des Chatverkehrs soll die Vorbereitung von Terroranschlägen gewesen sein." Bei den Chats ging es demnach um Plastiksprengstoff, Paket- und Magnetbomben sowie "Türfallen mit Explosivstoffen". Thema waren offenbar auch Kalaschnikow-Sturmgewehre, Maschinenpistolen und weitere Schusswaffen.

Der Haftbefehl wurde in Berlin wegen des Verdachts der Anleitung zur Begehung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ausgestellt. Karlsruhe ermittelt parallel wegen des Verdachts der Vorbereitung einer derartigen Tat. 

Über das Alter des Mannes gab es verschiedene Angaben: Die Bundesanwaltschaft gab 26 Jahre an, die Berliner Generalstaatsanwaltschaft zunächst 37 Jahre. Gegen Mittag wurde dann das Alter des Beschuldigten auf 26 Jahre korrigiert. Der Verdächtige soll nach einem Bericht der Berliner Zeitung in der Nähe des Rathauses Schöneberg wohnen.

(dpa/rt)

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