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Zu teurer Wohnraum und Verfestigung von Armut – Immer mehr Wohnungslose in Deutschland

Zu teurer Wohnraum und Verfestigung von Armut – Immer mehr Wohnungslose in Deutschland
Obdachlose bei der Berliner Stadtmission, Deutschland, 21. Dezember 2009.
Im vergangenen Jahr gab es in Deutschland 678.000 Menschen ohne Wohnung – und damit 4,2 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Die Mehrzahl sind junge Menschen oder Flüchtlinge. Alleinerziehende gelten als gefährdete Gruppe. Offiziell gelten nur 41.000 Menschen als obdachlos.

Die aktuellen Zahlen beruhen auf Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (BAG W), welche im Rahmen einer heute beginnenden Bundestagung dieser Bundesarbeitsgemeinschaft vorgestellt wurden. Die Zahl jener Wohnungslosen in Deutschland, bei denen es sich um anerkannte Flüchtlinge handelt, stieg von 2017 zu 2018 mit 5,9 Prozent vergleichsweise am stärksten. Als Wohnungslose gelten auch Personen, die nur in Sammelunterkünften leben können. Insgesamt gab es innerhalb eines Jahres einen Zuwachs von 4,2 Prozent der Wohnungslosen in Deutschland. 

Als Hauptgründe für die Wohnungslosigkeit nennt die BAG W "das unzureichende Angebot an bezahlbarem Wohnraum, die Schrumpfung des Sozialwohnungsbestandes und die Verfestigung von Armut. Es fehle insbesondere an bezahlbarem Wohnraum für Menschen im Niedrigeinkommensbereich, für die Menschen, die Transferleistungen beziehen und für anerkannte Geflüchtete. 

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Der überwiegende Teil (70 Prozent) der Wohnungslosen aus Deutschland – also ohne die Berücksichtigung der wohnungslosen Geflüchteten – ist alleinstehend: 

Die BAG W schätzt die Zahl der Kinder und minderjährigen Jugendlichen auf 8 Prozent (19.000), die der Erwachsenen auf 92 Prozent (218.000). 

Ein Großteil (73 Prozent) darunter sind männlich. 

Die BAG Wohnungslosenhilfe fordert vom Staat höhere Ausgaben für den sozialen Wohnungsbau. Die für 2020 und 2021 in diesem Bereich eingeplanten Bundesmittel seien mit je einer Milliarde Euro viel zu niedrig. Pro Jahr bräuchte Deutschland mindestens 80.000 neue Sozialwohnungen, um den ohnehin wachsenden Bedarf aufzufangen.

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