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Lufthansa: Gericht weist Eilantrag ab – Flugbegleiter-Streik kann stattfinden

Lufthansa: Gericht weist Eilantrag ab – Flugbegleiter-Streik kann stattfinden
Zwei Lufthansa-Passagierflugzeuge am 20. Oktober 2019 auf der Start- und Landebahn am Frankfurter Flughafen.
Der für Donnerstag geplante Streik der Flugbegleiter bei der Lufthansa kann stattfinden. Das Arbeitsgericht Frankfurt lehnte am Mittwoch einen Eilantrag des Unternehmens gegen den Arbeitskampf der Gewerkschaft Ufo ab. Das Gericht erklärte den Streik für rechtmäßig.

Lufthansa hatte beim Arbeitsgericht Frankfurt eine Einstweilige Verfügung gegen die Gewerkschaft Ufo beantragt. Das Gericht sollte feststellen, ob Ufo mit dem Arbeitskampf legale tarifliche Ziele verfolgt. Nun entschied das Gericht, dass der Streik rechtmäßig sei. Lufthansa kann jedoch gegen die Entscheidung noch Berufung beim Landesarbeitsgericht einlegen.

Die Gewerkschaft hatte bereits Anfang der Woche zu einem 48-Stunden-Ausstand am kommenden Donnerstag und Freitag aufgerufen. Betroffen seien alle Abflüge aus Deutschland, teilte die Ufo am Montag in Frankfurt mit. Der Streik soll am Donnerstag um 00.00 Uhr beginnen.

Im Lufthansa-Konzern kämpft die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo ums Überleben.

Gegen Mittag will Lufthansa einen Sonderflugplan für die Streiktage Donnerstag und Freitag veröffentlichen. Den Kunden hat das Unternehmen bereits umfangreiche und kostenfreie Umbuchungsmöglichkeiten angeboten.

Vor dem Termin am Mittwoch hatte die Lufthansa der Gewerkschaft noch sofortige Vorverhandlungen angeboten, die aber erst mit dem neu zu wählenden Ufo-Vorstand ab dem 15.2.2020 finalisiert werden könnten. Ufo verlangte hingegen Gespräche auf Augenhöhe.

Ufo fordert für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse. In dem gesamten Tarifkonflikt geht es aber auch um die vom Konzern aufgeworfene Frage, ob Ufo überhaupt noch Tarifverträge für das Kabinenpersonal durchsetzen kann. Für die anderen Flugbetriebe gibt es jeweils separate Forderungen.

Die Fluggesellschaft erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnte Verhandlungen mit der Ufo seit Monaten ab. Ufo fürchtet insbesondere, dass der Konzern Kabinen-Tarifverträge mit der Konkurrenzgewerkschaft Verdi abschließt. Die DGB-Gewerkschaft hat Lufthansa zu Gesprächen aufgefordert, konnte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten bei der Kerngesellschaft hinter sich versammeln.

Im Durchschnitt bietet die Lufthansa Group nach eigenen Angaben täglich 1.540 Verbindungen an. Davon entfallen 580 Abflüge auf Deutschland und wiederum 380 auf die Kernmarke Lufthansa. 

Aufgrund des angekündigten Streiks sagte die Fluggesellschaft inzwischen insgesamt 1.300 Flüge mit rund 180.000 betroffenen Passagieren ab. Davon fallen 600 auf den Donnerstag und weitere 700 auf den Freitag, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

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(dpa/rt deutsch)

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