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Lufthansa: Gewerkschaft Ufo kündigt Streiks für Donnerstag und Freitag an

Lufthansa: Gewerkschaft Ufo kündigt Streiks für Donnerstag und Freitag an
Im Lufthansa-Konzern kämpft die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo ums Überleben.
Passagiere der Lufthansa müssen zum Ende dieser Woche wieder mit Streiks von Flugbegleitern rechnen. Die Gewerkschaft Ufo hat zu einem 48-Stunden-Ausstand am kommenden Donnerstag und Freitag (7. und 8. November) bei der Lufthansa-Kerngesellschaft aufgerufen.

Erneut werde der gesamte Konzern betroffen sein, kündigte der Ufo-Vize Daniel Flohr an. Betroffen seien alle Abflüge aus Deutschland, teilte die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mit. Weitere Aufrufe bei anderen deutschen Flugbetrieben des Konzerns seien jederzeit möglich. Grundsätzlich sind Arbeitsniederlegungen bei der Lufthansa-Kerngesellschaft ebenso möglich wie bei vier weiteren Flugbetrieben mit deutschem Tarifrecht – Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress Deutschland.

Ein Thomas-Cook-Flugzeug im August 2019 auf dem Flughafen der Insel Skiathos in Griechenland: Pauschalurlauber der insolventen deutschen Tochter von Thomas Cook werden mit bitteren Folgen der Pleite konfrontiert.

Für alle fünf Flugbetriebe hat die Ufo jeweils separate Tarifforderungen aufgestellt und sich in Urabstimmungen die Zustimmung der Mitglieder zu Streiks geholt. Die Zustimmung lag nach gewerkschaftlichen Angaben vom Freitag zwischen 77,5 und 96,2 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Lufthansa will den Streik juristisch verhindern

Die Lufthansa will den angekündigten Streik mit juristischen Mitteln stoppen. Man verurteile den "massiven" Aufruf der Gewerkschaft Ufo auf das Schärfste und prüfe rechtliche Schritte dagegen, erklärte ein Unternehmenssprecher am Montag in Frankfurt. Gleichzeitig werde mit Hochdruck an einem Ersatzflugplan gearbeitet. 

Lufthansa erkennt den noch am Freitag bestätigten Gewerkschaftsvorstand nicht als vertretungsberechtigt an und lehnt Verhandlungen mit der Ufo seit Monaten ab. Die DGB-Gewerkschaft Verdi stünde als Alternative zur Verfügung, hatte aber in der Vergangenheit nicht die Mehrheit der Beschäftigten hinter sich.

Mit einer Vielzahl von Forderungen, Klagen und einstweiligen Verfügungen hat es der Lufthansa-Konzern den Ufos in den vergangenen Monaten nicht leicht gemacht. Ufo-Funktionäre sollten angeblich überzahlte Gehälter zurückzahlen oder wurden an ungünstigen Terminen zu Personalgesprächen zitiert. Auf der Sachebene herrscht absolute Funkstille, nur noch vor Gericht werden Argumente ausgetauscht, berichten Vertreter beider Seiten.

In der Auseinandersetzung hatte Ufo bereits am 20. Oktober einen 19-stündigen Warnstreik bei vier Lufthansa-Tochtergesellschaften veranstaltet und dabei mehr als 100 Flüge ausfallen lassen. Der letzte reguläre Ufo-Streik bei der Lufthansa-Kerngesellschaft datiert aus dem Jahr 2015.

(dpa/ rt deutsch)

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