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Berlin: Mann stirbt nach Stoß vor einfahrende U-Bahn

Berlin: Mann stirbt nach Stoß vor einfahrende U-Bahn
Der U-Bahnhof Kottbusser Tor im September 2019
In der Nacht zum Mittwoch ist in Berlin-Kreuzberg ein Mann ums Leben gekommen, nachdem ihn ein anderer vor eine einfahrende U-Bahn stieß. Laut Polizei ging der Tat eine Auseinandersetzung voraus. Der Täter ist flüchtig, die Mordkommission ermittelt.

In Berlin wurde in der Nacht zum Mittwoch ein Mann vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Das teilte die Berliner Polizei auf Twitter mit. Der Mann kam bei dem Vorfall im U-Bahnhof Kottbusser Tor in Kreuzberg ums Leben. Rettungskräfte hatten noch erfolglos versucht, ihn wiederzubeleben. 

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Dem tödlichen Stoß sei eine "Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen" vorausgegangen. Eine Mordkommission des Landeskriminalamt habe die Ermittlungen aufgenommen. Der Tatverdächtige sei flüchtig. Die Polizei will die Überwachungsvideos auswerten, um Aufschluss über den Tathergang zu bekommen. Über die Identität des Opfers sowie des oder der mutmaßlichen Täter machte die Polizei keine Angaben.

Der Berliner Kurier berichtete am Mittwochvormittag unter Berufung auf Ermittlerkreise, dass es sich bei dem Opfer um einen 22-Jährigen Iraner handeln soll. Dieser habe sich schützend vor einen Rollstuhlfahrer in seiner Begleitung gestellt, als zwei Männer "südländischen Phänotyps" diesen ausrauben wollten – und sei von den beiden Männern vor den Zug gestoßen worden.

Das Opfer sei zwischen Zug und Bahnsteigkante geraten. Zeugen hätten versucht, den U-Bahn-Wagen wegzudrücken, um den Mann zu befreien. Die Versuche der Notärztin und des Rettungssanitäters der Feuerwehr, den Mann zu stabilisieren, seien erfolglos geblieben.

Der Tagesspiegel zitiert dagegen Zeugen des Verbrechens mit der Aussage, es habe sich um eine "Streiterei unter Drogenabhängigen" gehandelt, bei der der Mann "mutmaßlich versehentlich vor die Bahn gestoßen worden" sei. Dagegen geht die Polizei laut Kurier davon aus, dass das Opfer mit Vorsatz vor den Zug gestoßen wurde.

Erst im Juli war ein Kind ums Leben gekommen, als es von einem Eritreer am Bahnhof von Frankfurt am Main vor einen einfahrenden ICE gestoßen wurde. In Berlin kam im Januar 2016 bei einem ähnlichen Vorfall eine 20-jährige Frau ums Leben. In beiden Fällen wurden bei den Tätern in der Folge "psychische Probleme" festgestellt.

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