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"Letzter Held" – Künstler errichtet Denkmal für Drogen-Dealer im Görlitzer Park

"Letzter Held" – Künstler errichtet Denkmal für Drogen-Dealer im Görlitzer Park
Die Statue des Künstlers Scott Holmquist.
Mittlerweile dürfte der Görlitzer Park in Berlin weltberüchtigt sein. Der Drogen-Hotspot steht für die Ohnmacht der lokalen Behörden, ein Mindestmaß an staatlicher Ordnung zu gewährleisten. Ein US-amerikanisch-französischer Künstler sieht das offenbar anders.

"Es geht darum, wie die Reaktionen auf Park-Drogendealer Ängste, Versuchungen und Wünsche kristallisieren und gleichzeitig die Grenzen von Kontrolle und Solidarität verschieben", sagte Scott Holmquist gegenüber der BILD. Der US-amerikanisch-französische Künstler hatte für die Errichtung seines Denkmals extra eine Demonstration im Görlitzer Park angemeldet. Das Motto:

Solidarität und Menschenrechte für alle – auch für Dealer

Die Nachfrage bestimmt das Angebot. So verhält es sich auch mit dem Drogenkonsum im Görlitzer Park, Symbolbild

Die von Holmquist entworfene Statue namens "Letzter Held" zeigt einen Drogendealer, der die linke Faust kämpferisch geballt hält und in der rechten Hand ein Mobiltelefon zeigt. Die Aktion des Künstlers soll eine Antwort auf die Demo der Pegida München vor drei Wochen sein. Damals protestierten einige Pegida-Anhänger, geschützt von einer Hundertschaft Polizisten, für 24 Stunden in dem berüchtigten Park. Auch Holmquists Skulptur soll 24 Stunden lang in dem Park zu sehen sein.

Während auf der Pegida-Demo "Wo der Rechtsstaat kapituliert, dealt es sich ganz ungeniert" gerufen wurde, möchte die Initiative um Holmquist einen anderen Blick auf die Drogenhändler werfen. Der Künstler, der in Minneapolis geboren wurde, lebt seit 2011 in Berlin. Im Jahr 2016 berichtete die Kunstzeitschrift Artnet, dass Holmquist eine Petition für ein "Denkmal in einem Park im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu Ehren afrikanischer Drogenhändler" gestartet habe. Die Initiative habe auch politische Unterstützung durch den Berliner Ableger der Piraten-Partei gefunden.

Im Jahr 2017 polarisierte eine geplante Ausstellung des Künstlers mit dem Titel "Other Homelands: Ursprünge und Migrationsrouten der Berliner Park-Drogenhändler" im Friedrichshain-Kreuzberg Museum (FHXB), die seinerzeit von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt wurde. Im Oktober 2017 versuchte die Berliner CDU, mit einem Verfahren in der Bezirksversammlung die Ausstellung zu verhindern. Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke vereitelten den CDU-Vorstoß.

In einer Ausstellung in Wien unter dem Titel "Dealer Poses: Fotografiert und erinnert" nahm sich Holmquist im März 2019 erneut der Thematik der Drogendealer an.

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