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Keine Experimente: Grünen-Fraktion bestätigt Hofreiter und Göring-Eckardt im Amt

Keine Experimente: Grünen-Fraktion bestätigt Hofreiter und Göring-Eckardt im Amt
Nach der Wahl: Die alte und neue Fraktionsspitze bei einer Pressekonferenz am Dienstag
Der frühere Spitzengrüne Cem Özdemir ist mit seinem Griff nach der Fraktionsspitze gescheitert. Gemeinsam mit seiner Mitkandidatin Kirsten Kappert-Gonther unterlag er den Amtsinhabern Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter. Ruhe scheint bei den Grünen oberstes Gebot.

Die Grünen-Bundestagsfraktion hat ihre aus Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter bestehende Spitze am späten Dienstagnachmittag im Amt bestätigt. Die beiden Chefs setzten sich im ersten Wahlgang gegen ihre Herausforderer Cem Özdemir und Kirsten Kappert-Gonther durch.

Anton Hofreiter (l.) führt seit 2013 gemeinsam mit Katrin Göring-Eckardt die Fraktion der Grünen. Nun will der Ex-Parteivorsitzende Cem Özdemir an die Spitze der Fraktion.

Die Fraktion besteht aus 67 Abgeordneten. Göring-Eckardt setzte sich mit 41 Stimmen gegen Kirsten Kappert-Gonther mit 19 Stimmen durch, was einer Mehrheit von 61,2 Prozent entspricht. Hofreiter schlug Özdemir mit 39 Stimmen zu 27 Stimmen (58,2 Prozent).

Obwohl Hofreiter und Göring-Eckardt schon zuvor als Favoriten galten, wurde die Wahl mit Spannung erwartet. Kirsten Kappert-Gonther sitzt erst seit zwei Jahren im Parlament. Die als links geltende Gesundheitspolitikerin gilt in der Partei als nicht sonderlich bekannt. Ihr Mitkandidat Cem Özdemir allerdings ist ein innerparteiliches Schwergewicht. Er stand über neun Jahre an der Spitze der Grünen; während der gescheiterten Jamaika-Verhandlungen sahen ihn viele (darunter wohl er selbst) schon als künftigen Außenminister.

Özdemirs Kandidatur für den Fraktionsvorsitz Anfang des Monats kam für viele überraschend. Sie dürfte durch die Entscheidung von Özdemirs Parteifreund Winfried Kretschmann motiviert sein, im Jahr 2021 noch einmal bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg anzutreten. Özdemir, der sich selbst gern als "anatolischer Schwabe" tituliert, war zuvor als möglicher Nachfolger Kretschmanns gehandelt worden. Ein Leben als Hinterbänkler im Bundestag empfand der Parteirechte Özdemir offenbar als seinen Fähigkeiten und seinem Ehrgeiz nicht angemessen.

Göring-Eckardt und Hofreiter stehen seit dem Jahr 2013 an der Spitze der Bundestagsfraktion. Nicht alle sind mit ihrer Amtsführung zufrieden. Die Fraktion steht in der Außenwirkung hinter den Parteichefs Robert Habeck und Annalena Baerbock zurück. Das war der Mehrheit der Abgeordneten aber offenbar weniger wichtig als die Ruhe, die seit der Wahl der neuen Parteiführung bei den Grünen eingezogen ist. Der bei den Medien beliebte Özdemir war zu seiner Zeit als Parteichef vor allem durch den offen ausgetragenen Dauerzwist mit seiner Co-Vorsitzenden aufgefallen.

Bei der Wahl im Jahr 2013 waren Göring-Eckardt und Hofreiter ohne Gegenkandidaten angetreten, hatten trotzdem aber nur etwa zwei Drittel der Stimmen erhalten. Ein Platz in der Fraktionsdoppelspitze der Grünen ist einer Frau vorbehalten, außerdem repräsentieren die Vorsitzenden in der Regel einen der beiden Parteiflügel.

Die Wahl der Fraktionsspitze galt auch deshalb als wichtig, weil die Grünen in absehbarer Zeit die SPD als Regierungspartei ablösen könnten. Die Fraktionsvorsitzenden könnten in diesem Fall in ein Ministeramt gelangen. Den ersten Zugriff hätten aber wohl die derzeit ungleich populäreren Parteichefs Habeck und Baerbock.

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