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Pestizide oder Zufall? Neue Fälle von Neugeborenen mit Hand- und Arm-Missbildungen in Europa

Pestizide oder Zufall? Neue Fälle von Neugeborenen mit Hand- und Arm-Missbildungen in Europa
Pestizide oder Zufall? Neue Fälle von Neugeborenen mit Hand- und Arm-Missbildungen in Europa (Sankt-Marien-Hospital, Buer)
Die zuständigen Behörden haben keine Erklärung dafür, warum mehrere in Nordrhein-Westfalen geborene Babys sich ähnelnde Handdeformationen aufweisen. In einem Klinikum, wo gleich drei solcher Fälle registriert wurden, spricht man von einem "erstaunlichen" Phänomen.

Laut der Ärzte des Sankt-Marien-Hospitals in Gelsenkirchen ist es schwierig, die Situation genau einzuschätzen oder ein Muster für das Auftreten solcher Fälle zu erstellen, zumal es "kein bundesweites Register" zur Aufzeichnung von Missbildungen gibt.

Missgebildetes Kind im Jemen.

Im Krankenhaus wurden zwischen Juni und September dieses Jahres drei Babys mit unentwickelten Handflächen und Fingern an einer Hand geboren. RT wandte sich zweimal an die Stadtverwaltung von Gelsenkirchen und das Sankt-Marien-Hospital, um weitere Information über diese Vorfälle zu erhalten, hat aber bisher keine Antwort erhalten. 

"Fehlbildungen dieser Art haben wir viele Jahre lang nicht gesehen", lautet eine Erklärung des Krankenhauses:

Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig.

Könnte es weitere solcher Fälle geben?

Es scheint so. Die Missbildungen in Gelsenkirchen wurden von der Hebamme Sonja Ligget-Igelmund aufgezeigt, die erklärte, dass sie in diesem Jahr in Deutschland von mindestens 30 weiteren Fällen dieser Art unterrichtet worden sei. Ihre Behauptung veranlasste die Behörden in Nordrhein-Westfalen, die Berichte "sehr ernsthaft" zu untersuchen.

Was könnte die Ursache für diese Reihe ungewöhnlicher Fehlbildungen sein? "Wir konnten keine ethnischen, kulturellen oder sozialen Gemeinsamkeiten der Herkunftsfamilien sehen", so die Erklärung weiter. Eines haben sie jedoch gemeinsam: Sie alle wohnen in der gleichen Gegend.

Ein reiner Zufall, oder ist die Ursache eine andere?

Der Fall ähnelt dem eines kürzlich aufgetretenen, unerklärlichen Phänomens: In ländlichen Regionen Frankreichs wurden Babys mit einem fehlenden Arm geboren. Zwischen Juni und November 2016 wurden drei Säuglinge im Umkreis von 30 Kilometern um Vitrolles in der Region Bouches-du-Rhône gänzlich ohne Arme geboren; acht weitere kamen mit der gleichen Missbildung in einem Umkreis von 17 Kilometern um Ain zur Welt.

Eine landesweite Untersuchung dieses medizinischen Rätsels wurde wiederholt verzögert – doch auch als sie schließlich durchgeführt wurde, blieben ihre Ergebnisse letztlich eine eindeutige "offensichtliche Ursache" für die Fehlbildungen schuldig. Die Eltern der betroffenen Kinder waren über den "skandalösen" Umgang der französischen Behörden mit der Situation wutentbrannt.

Eines ergab diese Untersuchung schließlich doch: Alle Fälle traten in Gebieten auf, in denen Getreide angebaut wurde, und die Leiterin des Missbildungsregisters der französischen Region Rhône-Alpes, Emmanuelle Amar, vertritt noch immer die Ansicht, dass Pestizide und andere chemische Substanzen die Ursache sein könnten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich nur um eine zufällige Häufung handele, sei "unendlich klein", so Amar.

RT hatte sich im vergangenen Jahr auch an die französischen Gesundheitsbehörden gewandt. Die Anfrage ergab jenseits der vage gehaltenen Erklärung jedoch keine weiterführenden Informationen – geschweige denn Klarheit – über die Vorfälle.

Obwohl die deutschen Behörden mit einer Untersuchung der Situation begonnen haben, scheint es, als würden die Eltern und die Öffentlichkeit mit weitaus mehr Fragen als Antworten zurückgelassen, falls die Untersuchung in Deutschland ähnlich abläuft, wie die in Frankreich.

Mehr zum Thema – Ursache unbekannt: Hohe Zahl an Neugeborenen mit fehlenden Gliedmaßen in drei französischen Regionen

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