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Große Strafe für Großschreibung: Bäcker gibt im Streit um Kilogramm-Abkürzung nach

Große Strafe für Großschreibung: Bäcker gibt im Streit um Kilogramm-Abkürzung nach
Brot in einer deutschen Bäckerei (Symbolbild)
Ein kleines Stilelement für den Bäcker, aber ein riesiger Verstoß für die Behörden: Karsten Greve drohte eine schwere Geldbuße, weil er in seinem Laden die Kilogramm-Abkürzung in Blockschrift wiedergegeben hatte. Auch eine dekorative Waage bringt ihn in Erklärungsnot.

Das Geschäft "100 Brote" in Berlin ist ins Visier des Landesamts für Mess- und Eichwesen geraten, weil sein Besitzer das Kürzel für die Messeinheit Kilogramm – kg – mit Großbuchstaben angab. Bäcker Karsten Greve zufolge sollte er deswegen bis zu 25.000 Euro Strafe zahlen. Das Argument, dass alle Wörter auf der Preistafel in Blockschrift gekritzelt waren, ging der Behörde nicht auf. Die Beamten meinten, das könnte die Kunden irritieren. Letztendlich ließen sich das große K und das große G mit den Maßeinheiten Kelvin und Gauß verwechseln. Auch könnte das großgeschriebene Kürzel für die Kommanditgesellschaft stehen.

Bäckerei verkauft

Gegenüber der Berliner Morgenpost sagte Greve:

Die Kontrolleure haben ja recht. Eine richtige Angabe ist gesetzlich vorgeschrieben. Aber jedes Amt hat auch einen Ermessensspielraum. Und welcher Kunde denkt denn ernsthaft, dass ich hier Kommanditgesellschaften verkaufe? Ich bin doch bloß ein kleiner Brotladen.

Um die Geldbuße zu vermeiden, nahm der Mann einen Lappen und wischte das fehlerhafte Stilelement aus. Die Senatsverwaltung für Wirtschaft zeigte sich über diese Beanstandung vonseiten des ihr unterstellten Landesamts für Mess- und Eichwesen verwundert. Eine Sprecherin erklärte der Berliner Morgenpost, dass die Androhung einer hohen Geldstrafe in solchen Fällen unüblich sei. Man werde den Vorgang genauer prüfen.

Die Kontrollbehörde hatte an dem Landen von Karsten Greve aber nicht nur das falsch wiedergegebene Kilogramm-Kürzel auszusetzen. Es stellte sich heraus, dass eine dekorative Waage nicht richtig geeicht war. Das Messamt befürchtete deshalb Unregelmäßigkeiten beim Wiegen und Abrechnen. Um der seiner Ansicht nach absurden Bemängelung der Behörde zu trotzen, stellte der Bäcker im Geschäft eine weitere historische und nicht richtig geeichte Waage auf.

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