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Ehemalige IS-Braut und Witwe des Dschihadisten Denis Cuspert in Hamburg verhaftet

Ehemalige IS-Braut und Witwe des Dschihadisten Denis Cuspert in Hamburg verhaftet
Kinderwagen in Rakka, Syrien, 18. Oktober 2017.
Omaima A. wird vorgeworfen, Mitglied der Terrororganisation IS gewesen zu sein. In Hamburg wurde sie nun verhaftet. 2015 reiste sie mit ihren Kindern nach Syrien und heiratete den Dschihadisten Denis Cuspert. Am Dienstag wird sie in Karlsruhe dem Ermittlungsrichter vorgestellt.

Neben der Mitgliedschaft der Terrororganisation IS soll die Deutsch-Tunesierin Omaima A. gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen, weitere Mitglieder für den IS angeworben sowie die Fürsorge- und Erziehungspflicht verletzt haben. Im Jahr 2015 reiste sie über die Türkei nach Syrien ein, wo sie schließlich mit ihrem ersten Ehemann Nadar H., einem IS-Kämpfer, lebte.

Sie wohnte zunächst in der vom IS eingenommenen syrischen Stadt Rakka. Nach dem Tod Nadars zog sie mit ihren Kindern, mit Erlaubnis des IS, nach Homs und heiratete dort den IS-Kämpfer Denis Cuspert, auch als Rapper "Deso Dogg" bekannt. Anfang September 2016 reiste sie wieder nach Deutschland. Der aus Berlin stammende Cuspert soll Medienberichten zufolge bei einem Luftanschlag im Jahr 2018 ums Leben gekommen sein.  

Die Terrororganisation IS herrschte fast vier Jahre lang in Rakka. Menschen, die es wagten, sich dem IS zu widersetzen, wurden mit Folter und Hinrichtung bestraft. Flüchtende wurden erschossen und Fluchtwege vermint.

Laut Recherchen der libanesischen Journalistin Jenan Moussa soll die "IS-Braut" in Hamburg als Dolmetscherin gearbeitet haben. In einer Dokumentation gibt die Journalistin Einblicke in das Leben von Omaima A. während der IS-Zeit in Syrien und in Deutschland. Auf Bildmaterialien, die von Omaimas Mobiltelefon stammen sollen, sind ihre Kinder in IS-Kleidung, verschleiert und mit Waffen sowie Walkie-Talkies zu sehen. 

Den Schleier hatte sie nach ihrer Ankunft in Deutschland abgelegt. Nicht so ihre kleine Tochter. Diese trug einen Hidschab, als sie der Journalistin die Tür öffnete. Für Moussa war es unverständlich, dass die Mutter in Deutschland bisher nicht angeklagt wurde. Am Dienstag entscheidet nun ein Ermittlungsrichter in Karlsruhe, ob die heute 34 Jahre alte Frau in Untersuchungshaft muss.  

Der Umgang mit den Frauen des IS ist in Deutschland strittig. Der UN-Sicherheitsrat warnt nach einer Studie vor einem zu laschen Umgang mit den Dschihadistinnen aufgrund ihres Geschlechts. Auch fehle es an dem Willen, die Frauen zu deradikalisieren und wieder zu integrieren. Rund 4.700 ausländische Frauen sollen sich dem IS angeschlossen haben. Nur wenige seien zurückgekehrt.

Omaima A. wurde nun in Hamburg festgenommen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen mehrerer Verbrechen.

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