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Erneute Sicherheitspanne: Unkontrollierte Person sorgt für Terminal-Sperrungen am Münchner Flughafen

Erneute Sicherheitspanne: Unkontrollierte Person sorgt für Terminal-Sperrungen am Münchner Flughafen
Am Flughafen in München kam es erneut zu einem Zwischenfall: Teile beider Terminals mussten geräumt werden. Hier stehen Passagiere vor dem geschlossenen Eingang des Terminals 2.
Wieder Sommerferien, wieder der Münchner Flughafen, wieder eine unkontrollierte Person: Ein großer Polizeieinsatz legte den zweitgrößten Flughafen Deutschlands am Dienstag für mehrere Stunden lahm. Mehr als 50 Starts und Landungen wurden abgesagt.

Weil ein unkontrollierter Fluggast in einen Sicherheitsbereich am Münchner Flughafen gelangt ist, hat die Polizei am Dienstagmorgen mehrere Terminalbereiche geräumt. Betroffen waren das Terminal 2 und die Bereiche B und C des Terminals 1. Nach etwa zweieinhalb Stunden teilte ein Flughafensprecher mit, dass die gesuchte Person nach Angaben der Bundespolizei gefasst sei. Die Abfertigung am Terminal 1 lief bereits wieder an. Gegen 11.20 Uhr war nun auch das Terminal 2 freigegeben.

Nun müsse geprüft werden, wo sich der Passagier zwischenzeitlich aufgehalten habe, sagte der Sprecher. Der Fluggast war ersten Erkenntnissen zufolge aus einem sogenannten nicht sicheren Drittstaat am Terminal 2 von Deutschlands zweitgrößtem Airport angekommen, wie der Sprecher sagte. Vor der Einreisekontrolle sei er über eine Notausgangstür in einen Bereich gelangt, in den nur kontrollierte Passagiere dürfen, erklärte der Flughafensprecher. Daraufhin leitete die Bundespolizei nach eigenen Angaben "gefahrenabwehrende Maßnahmen" gemäß EU-Gesetzesvorgaben ein.

Sicherheitspanne am Münchner Flughafen: 330 Flugausfälle, über 32.000 Passagiere betroffen

Rund 7.500 Passagiere von den annullierten Flügen betroffen

Alle Menschen aus den betroffenen Terminalteilen müssten noch einmal kontrolliert werden. Das Terminal 1 wurde ebenfalls teilweise geräumt, weil man dorthin mit einem Bus gelangen kann. Der Flughafen verteilte Wasser in den betroffenen Gebäudeteilen und informierte die Passagiere über Lautsprecheransagen und via Twitter über die Situation.

Wegen der Räumung wurden mehr als 50 Starts und Landungen abgesagt. Hingegen halte sich die Zahl der verspäteten Maschinen in Grenzen, sagte ein Flughafensprecher. Insgesamt waren dort am Dienstag etwa 1.200 Starts und Landungen geplant. Im Schnitt seien an einem solchen Tag 120.000 Passagiere unterwegs. Von den annullierten Flügen dürften rund 7.500 Reisende betroffen sein.

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Das aktuelle Geschehen erinnert an das Münchner Flughafenchaos zu Beginn der Sommerferien 2018: Damals hatte die Bundespolizei das Terminal 2 und das dazugehörige Satelliten-Terminal geräumt, weil eine Frau unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt war. 330 Flüge wurden abgesagt, mehr als 31.000 Passagiere waren das ganze Wochenende über betroffen. Der Schaden ging in die Millionen.

(rt deutsch/dpa)

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