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Bundespressekonferenz und der Fall Bernd Erbel: Wie BILD unliebsame Diplomaten ausbremst

Bundespressekonferenz und der Fall Bernd Erbel: Wie BILD unliebsame Diplomaten ausbremst
Bernd Erbel, längjähriger deutscher Spitzendiplomat, sollte im September sein Amt als Chef des Zahlungsmechanismus INSTEX antreten. Doch ein Interview mit dem freien Journalisten Ken Jebsen wurde ihm – nach Intervention der BILD – nun zum Verhängnis. RT fragte auf der BPK nach.

Pressefreiheit in Deutschland im Spätsommer 2019: Ein langjähriger deutscher Top-Diplomat, der unter anderem als Botschafter im Iran und Irak tätig war und als einer der besten Kenner der gesamten Nahost-Region gilt, sollte die neue europäische Tauschbörse INSTEX für den Zahlungsverkehr mit dem Iran leiten. INSTEX war von der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich gegründet worden, um trotz neuer US-Sanktionen auch zukünftig noch den Zahlungsverkehr für Iran-Geschäfte abwickeln zu können. Es ist somit die einzige Maßnahme, welche diese EU-Staaten ergriffen hatten, um das Atomabkommen mit dem Iran möglichst noch zu retten.

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Doch kurz vor Antritt seines Postens gab der Spitzendiplomat dem freien Journalisten Ken Jebsen zwei ausführliche Interviews zur Lage im Iran und in der gesamten Region. Dabei äußerte er auch seine Kritik an Israel und dessen Rolle in der Region. Daraufhin intervenierte prompt das Springerblatt BILD mit den üblichen verbalen Geschützen größten Kalibers beim Auswärtigen Amt, augenscheinlich nun mit Erfolg: 

Bundespressekonferenz und der Fall Bernd Erbel: Wie BILD unliebsame Diplomaten ausbremst
Quelle: Screenshot bild.de

RT fragte auf der Bundespressekonferenz die Sprecherin des Auswärtigen Amtes (AA), Maria Adebahr, ob das AA die Darstellung der BILD bestätigen kann und die Nichtbesetzung des vorgesehenen Postens mit Bernd Berbel tatsächlich aufgrund von dessen Israel-kritischen Kommentaren in einem Interview mit Ken Jebsen erfolgte. Die Antworten des Auswärtigen Amtes auf diese Anfrage und weitere Nachfragen bedürfen – wie so oft – wieder keines weiteren Kommentars:

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