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Schon wieder eine Panne: Außenminister Maas muss mit Ersatzflieger nach New York

Schon wieder eine Panne: Außenminister Maas muss mit Ersatzflieger nach New York
Außenminister Heiko Maas (SPD) geht auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel die Gangway zum Airbus A319 der Luftwaffe hinauf. Im Hintergrund steht ein defekter Airbus A321 der Luftwaffe, mit dem die Reise hätte beginnen sollen.
Fast ein Jahr lang war Außenminister Heiko Maas ohne Panne per Flieger unterwegs. Nun erwischt es ihn innerhalb von sechs Monaten bereits zum vierten Mal. Wieder auf dem Weg zu den Vereinten Nationen. Auf seiner Nordamerika-Reise geht es auch nach Kanada.

Wegen eines Defekts an einem Luftwaffen-Airbus hat Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) in einen Ersatzflieger nach New York umsteigen müssen. Statt wie geplant mit einem A321 brach der Minister am Montagnachmittag vom militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel mit einer kleineren Ersatzmaschine – einem Airbus des Typs A319 – zu seiner viertägigen Nordamerika-Reise auf. Es war für den Minister bereits die vierte Panne innerhalb eines halben Jahres.

Sinnbild der deutschen Außenpolitik? Havariertes Regierungsflugzeug im November 2018 am Flughafen Köln/Bonn

Die Ersatzmaschine mit Maas startete etwa eine halbe Stunde später als geplant. Um welche Art von Defekt es sich handelte, wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes auf Anfrage nicht sagen.

Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr geriet in den vergangenen Monaten immer wieder in die Schlagzeilen. Ende Mai musste Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wegen einer gerissenen Cockpit-Scheibe in einen Privatjet umsteigen. Die Bundesregierung hat inzwischen Konsequenzen aus den Pannen gezogen und die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag gegeben.

Maas hatte zuletzt dreimal innerhalb von nur drei Monaten wegen Flugzeugpannen Verspätungen hinnehmen müssen. Mitte Mai traf er wegen einer Flugzeugpanne mit einer Verspätung von etwa 70 Minuten zu seinem Antrittsbesuch in Bulgarien ein. Ende Februar blieb Maas zum Abschluss einer Afrika-Reise in der malischen Hauptstadt Bamako liegen. 20 Stunden musste er dort auf einen Ersatzflieger warten. Anfang April hatte er bei der Landung in New York eine Reifenpanne. Er musste mehr er als eine Stunde lang in dem Airbus A340 warten, bis er aussteigen konnte, und verpasste deswegen den Auftakt einer informellen Sitzung des UN-Sicherheitsrats. Davor war er fast ein Jahr lang rund 300.000 Kilometer pannenfrei geflogen.

Zum Auftakt seiner Nordamerika-Reise warb Maas für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.

Wenn wir nicht vernetzt und global die schwierigen Aufgaben der nächsten Jahre und Jahrzehnte angehen, werden am Ende alle verlieren. Zuerst die Schwächsten – am Ende aber auch die Starken", sagte er am Montag vor seinem Abflug nach New York. "Ohne eine starke globale Ordnung werden wir nicht bestehen."

"Allianz der Multilateralisten" voranbringen und Besuch einer Inuit-Siedlung 

Während seiner Reise wird Maas auch Toronto und die kanadische Arktis besuchen. In New York wird er am Dienstag zunächst an einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten teilnehmen. Am Nachmittag (Ortszeit) reist der SPD-Politiker nach Kanada weiter, wo er zusammen mit der kanadischen Außenministerin Chrystia Freeland die von ihm initiierte "Allianz der Multilateralisten" voranbringen will. Darin sollen Länder vernetzt werden, die für internationale Zusammenarbeit und gegen nationale Alleingänge einstehen.

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Letzte Station der viertägigen Reise ist die kanadische Arktis. In Pond Inlet, einer Inuit-Siedlung mit nur 1.300 Einwohnern, will er sich über die Folgen des Klimawandels informieren. Durch die Eisschmelze bahnen sich Konflikte zwischen den Anrainerstaaten unter anderem um Rohstoffe an. Maas sagte, der Klimawandel berge erhebliches Konfliktpotenzial.

Um es zu entschärfen, brauchen wir funktionierenden Dialog und gemeinsame Regeln – und zwar jetzt, bevor sich neue Konflikte Bahn brechen.

(dpa/rt deutsch)

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