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Hunderte folgten dem Ruf zu einem Solidaritätsgebet in einer Berliner Synagoge

Hunderte folgten dem Ruf zu einem Solidaritätsgebet in einer Berliner Synagoge
Außenminister Heiko Maas und seine Partnerin Natalia Wörner mit Rabbi Yehuda Teichtal
Rund zwei Wochen nach einem antisemitischen Angriff auf den Berliner Rabbiner Yehuda Teichtal haben Hunderte Menschen ihre Unterstützung bekundet. An einem Solidaritätsgebet in einer Synagoge in Berlin-Wilmersdorf nahm am Freitagabend auch Außenminister Heiko Maas teil.

Auch viele Christen, darunter der künftige evangelische Landesbischof Christian Stäblein, fanden sich zu dem Gebet in der Synagoge ein.

"Es ist abstoßend, widerlich und es macht wütend, wenn Jüdinnen und Juden in Deutschland beschimpft und bespuckt werden", sagte Maas laut Redemanuskript. Antisemitismus sei in Deutschland lauter und aggressiver geworden.

Umso beherzter müssen wir gegenhalten, wo immer es geht.

Teichtal ist Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Am vorvergangenen Wochenende hatten zwei Männer den Geistlichen nach einem Gottesdienst auf Arabisch beschimpft und bespuckt. Eines seiner Kinder war bei dem Vorfall dabei. Die Ermittlungen des polizeilichen Staatsschutzes laufen. Zum aktuellen Stand äußerte sich die Polizei am Freitag auf Nachfrage unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

"Wir werden uns nicht verstecken oder unsere Identität auf irgendeine Weise verbergen", erklärte Teichtal anlässlich des Solidaritätsgebetes mit Blick auf wiederholte Übergriffe auf Juden in Berlin.

Ganz im Gegenteil, wir werden alles tun, um mit Respekt füreinander einzustehen und den Dialog untereinander zu fördern.

Die Mehrheit hierzulande sei tolerant. "Die meisten Menschen in Deutschland wollen diese Aggression gegen Juden als traurigen Bestandteil des jüdischen Alltags nicht hinnehmen."

(rt deutsch/dpa)

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