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Flugstopp für alle Tiger-Kampfhubschrauber – nach sechs Jahren technische Mängel entdeckt

Flugstopp für alle Tiger-Kampfhubschrauber – nach sechs Jahren technische Mängel entdeckt
Die Bundeswehr meldet erneut nicht einsatzfähiges Material. Im jüngsten Fall müssen alle 53 Kampfhubschrauber Tiger am Boden bleiben, da die Industrie nach sechs Jahren festgestellt hat, dass mangelhafte Bolzen in der Rotorsteuerung verbaut wurden, die brechen könnten.

Die Bundeswehr hat wegen möglicherweise fehlerhafter Bauteile vorerst sämtliche Kampfhubschrauber Tiger aus dem Verkehr gezogen. Der Flugbetrieb mit allen 53 Maschinen sei ausgesetzt worden, teilte das Presse- und Informationszentrum des Heeres am Mittwoch mit. Hintergrund sei eine Hersteller-Mitteilung, dass bestimmte verbaute Bolzen einen Mangel aufweisen könnten.

Sicherheit habe oberste Priorität, hieß es weiter. Daher habe der zuständige General Flugbetrieb Heer die Anweisung gegeben, den Flugbetrieb vorläufig auszusetzen.

Die Sperrung betrifft den Angaben zufolge die Maschinen im Kampfhubschrauberregiment 36 im hessischen Fritzlar sowie im Deutsch-Französischen Heeresfliegerausbildungszentrum in Le Luc in Frankreich. Zur Zeit seien keine Maschinen im Auslandseinsatz, es beträfe also nur Routineflüge.

Das weitere Vorgehen solle an diesem Donnerstag in einer Expertenrunde, dem sogenannten Flugsicherheitsausschuss, geklärt werden. Auf jeden Fall würden alle Kampfhubschrauber Tiger vor dem nächsten Flug gründlich überprüft und – falls notwendig – Bolzen ausgetauscht.

Deutsches Militärgerät ist nicht in bester Form – dass dem mangelnde Rüstungsausgaben zugrunde liegen, bezweifeln viele Experten.

Den Angaben zufolge wurden Bolzen derselben Bauart auch im Transporthubschrauber NH90 sowie im Schulungshubschrauber EC135 verbaut – allerdings nicht an sicherheitsrelevanten Stellen. Daher laufe der Flugbetrieb im Heer mit diesen Maschinen weiter. 

Im Juli 2017 stürzte in Mali ein "Tiger"-Hubschrauber der Bundeswehr ab, zwei Soldaten starben. Damals machte die Bundeswehr Fehler der Mechaniker des Herstellers Airbus dafür verantwortlich.

Laut Augen geradeaus! stammen die aktuell bemängelten Bolzen von einem Zulieferunternehmen, deren Charge bereits im Jahr 2013 geliefert wurde und erst jetzt als fehlerhaft erkannt worden sei. Demnach sei handele es sich um Titanbolzen in der Rotorsteuerung, die durch eine Wasserstoffversprödung möglicherweise brechen könnten.

Ob es nur eine fehlerhafte Charge war oder der Mangel auch Maschinen anderer Nationen betrifft, ist bisher unklar. Immer wieder meldet die Bundeswehr fehlerhaftes Material, was insbesondere opportune Politiker dann für einen Ruf nach einem noch höheren Rüstungsetat nutzen.

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