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CDU-Generalsekretär Ziemiak fordert Sprachtests vor Einschulung

CDU-Generalsekretär Ziemiak fordert Sprachtests vor Einschulung
Paul Ziemiak, Berlin, Deutschland, 5. April 2019.
CDU-Politiker Carsten Linnemann fordert, Kinder, die kaum Deutsch sprechen können, nicht in die Grundschule zu schicken. Sonst entstünden Parallelgesellschaften. Auch CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak widmet sich dem Thema und fordert Sprachtests vor der Einschulung.

Als "wichtiges Thema" bezeichnet der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak die Debatte um die Einschulungen. Er schrieb auf Twitter: 

Damit alle Kinder in der Schule mitsprechen und gleichberechtigt teilhaben können, brauchen wir gezielte Sprachförderung im Kindergarten, überall verbindliche Sprachtests vor der Einschulung. Bei erkannten Defiziten verpflichtende Förderung und schulbegleitende Sprachprogramme. 

Symbolbild: Schulbeginn an der Marienfelde Klepert Schule in Berlin, Deutschland, 25. August 2003.

Die Grundschullehrerinnen und -lehrer würden mit dem Problem oft allein gelassen: 

Das ist schlecht für alle Kinder – mit oder ohne Sprachdefiziten. Deshalb gut, dass wir über dieses wichtige Thema diskutieren. 

Der Vorschlag des CDU-Politikers und stellvertretenden Unionsfraktionschefs Carsten Linnemann, Kinder ohne Deutschkenntnisse zunächst in eine Vorschule zu entsenden, stieß bei der SPD auf Kritik.

Die Bildungsministerin Brandenburgs Britta Ernst sagte: 

Alle Kinder haben das Recht, eine Schule zu besuchen, da darf niemand ausgegrenzt werden. 

Auch andere Politiker sehen hierin die Gefahr der Ausgrenzung solcher Kinder. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) sah das Vorhaben Linnemanns im Kontext mit der Tat von Frankfurt – ein Mann aus Eritrea hatte einen acht Jahre alten Jungen vor den Zug gestoßen und getötet – als "populistisch" an.

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Seine Äußerungen fielen im Rahmen eines Interviews mit der Rheinischen Post auf die Frage eines Journalisten, wo sich die CDU profilieren müsse. Seine Antwort lautete: "Ganz klar bei der Integration". 

Solche Sprachstandserhebungen und der Zeitpunkt dieser, wie Linnemann und Ziemiak sie fordern, sind Ländersache. Bei Sprachproblemen werden Fördermöglichkeiten angeboten. Hinzu kommen die Einschulungsuntersuchungen. Angesichts der ungleichen Verteilung auf die Schulen von Kindern mit Migrationshintergrund und schlechten Deutschkenntnissen fordern Lehrer eine Umverteilung oder mehr Gelder für deren Sprachförderung. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, sagte bereits 2017: 

Wenn der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund nicht-deutscher Herkunft über 30 Prozent erreicht, 35 Prozent erreicht, dass dann das Leistungsvermögen der Klasse insgesamt deutlich abfällt. 

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