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"Gähn!" - Suche nach SPD-Parteivorsitz stößt bei Mitgliedern auf wenig Interesse

"Gähn!" - Suche nach SPD-Parteivorsitz stößt bei Mitgliedern auf wenig Interesse
Symbolbild: Werbematerial für die EU-Wahl, Quedlinburg, Deutschland, 4. Mai 2019.
Insgesamt 426.000 Mitglieder zählt die SPD aber nur ein Fünftel davon will bisher bei der Wahl über einen neuen SPD-Parteivorsitz Online abstimmen. Schäfer-Gümbel hofft, dass sich 100.000 Mitglieder anmelden werden. Anfang Dezember wird auf dem Parteitag entschieden.

Die Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz sollen sich auf 23 Regionalkonferenzen der Parteibasis vorstellen. Auftakt ist am 4. September in Saarbrücken, Abschluss am 12. Oktober in München, erklärte der kommissarische Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel:

In den großen Landesverbänden gibt es bis zu drei [Veranstaltungen], um in der Fläche sicherzustellen, dass sich möglichst viele Mitglieder ein eigenes persönliches Bild machen können.

Die SPD sucht eine neue Führung, der Prozess dauert lange.

Bisher hat sich laut Schäfer-Gümbel rund ein Fünftel der SPD-Mitglieder für die Online-Abstimmung über den Parteivorsitz angemeldet:

Unser Ziel ist, die Marke von 100.000 zu knacken.

Die SPD zählt derzeit rund 426.000 Mitglieder. Diese dürfen im Herbst entweder online oder per Briefwahl über den künftigen Parteivorstand abstimmen. Anfang Dezember entscheidet dann ein Parteitag.

Um die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles haben sich bisher Europa-Staatsminister Michael Roth und die nordrhein-westfälischen Landtagsabgeordnete Christina Kampmann beworben. Daneben wollen die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer antreten, ebenso wie die Oberbürgermeister von Flensburg und Bautzen, Simone Lange und Alexander Ahrens.

Diesen Zweier-Teams fehlt noch die nötige Mindestunterstützung aus der Partei. Am Montag kündigte auch der Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums Robert Maier seine Kandidatur an. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 1. September.

(rt deutsch/dpa) 

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