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Erneut Polizeieinsatz im Düsseldorfer Freibad: Selbsternannte "Aufpasser" wollten für Ordnung sorgen

Erneut Polizeieinsatz im Düsseldorfer Freibad: Selbsternannte "Aufpasser" wollten für Ordnung sorgen
An der Kasse des Rheinbades stehen am 30. Juni 2019 Badegäste an, um Eintritt zu bezahlen. Inzwischen gibt es in diesem Freibad Ausweiskontrollen und Armbändchen für Badegäste.
Nachdem das Düsseldorfer Rheinbad zum dritten Mal wegen Tumulten geräumt wurde, griff die Stadt unter anderem mit Ausweiskontrollen durch. Jetzt musste die Polizei aber wieder anrücken, diesmal war eine Gruppe selbsternannter "Aufpasser" der Anlass.

Eine Gruppe von etwa 50 Erwachsenen sei am Sonntagnachmittag nicht in das Bad hereingelassen worden und habe ihren Unmut darüber geäußert, teilte die Polizei mit. Mit zehn Streifenwagen seien Beamte vor Ort gewesen und hätten die Personalien von 36 Personen aufgenommen.

Badegäste im Rheinbad im Juni 2019

Die Leute gaben an, im Rheinbad aufpassen zu wollen, damit alles ruhig bleibt", sagte der Polizeisprecher.

Zu Straftaten ist es durch die Gruppe vor dem Rheinbad laut Polizei am Sonntag nicht gekommen. Das Ordnungsamt habe die Polizei gerufen.

Rheinbad war Ende Juli nach Tumulten geräumt worden

Der Sprecher bestätigte Informationen der Bild, dass die Personen weitgehend identisch mit einer "rechtsgerichteten Mahnwache" seien, die bereits am Samstag vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof abgehalten worden sei. Die Kundgebung war nach Angaben der Polizei anlässlich des Todes des achtjährigen Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof angemeldet gewesen. Am vergangenen Montag hatte ein 40-jähriger Mann eine Mutter und ihren Sohn vor einen einfahrenden Zug gestoßen. Der Achtjährige wurde vom Zug überrollt. Ein in der Schweiz lebender Eritreer wurde als mutmaßlicher Täter festgenommen.

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An der Mahnwache hätten sich am Samstag rund 50 Personen beteiligt. An einer spontanen Gegendemo hätten ebenfalls etwa 50 Leute teilgenommen.

Das Rheinbad war Ende Juli nach Tumulten geräumt worden – zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen. Erste Angaben der Polizei, wonach etwa 50 junge Männer von "augenscheinlich nordafrikanischem Typus" hauptverantwortlich für die Störungen gewesen sein sollen, konnten nicht verifiziert werden. Auch Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD), der anfangs von einer "Jugendbande" sprach, relativierte wenige Tage später seine Aussagen.

Symbolbild

Nach Angaben der Polizei wurde nach den Vorkommnissen am 27. Juli ein 16-Jähriger wegen Beleidigung und Bedrohung einer Bademeisterin angezeigt. Der junge Mann sei in Deutschland geboren und habe afrikanischen Migrationshintergrund. Der zweite Mann, gegen den ermittelt werde, habe mit dem Tumult selbst nichts zu tun gehabt. Der 27-jährige Deutsche habe eine Polizistin beleidigt, als er das Bad verlassen sollte. Weitere Ermittlungsverfahren gab es nach dem Vorfall laut der Polizei nicht.

Das Freibad hatte bereits im Juni Videokameras installiert und infolge neuerlicher Ärgernisse weitere Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Dazu gehören eine Ausweiskontrolle, Armbändchen für Badegäste und der mögliche Einsatz des Ordnungsamts.

Die Gäste sind aufgeschlossen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Auch die bereits seit mehr als einer Woche laufende Videoüberwachung sowie die Anwesenheit von Security-Kräften und das Verteilen von Armbändern an alle Badegäste hätten bisher keine größere Kritik hervorgerufen. Security sollte am Wochenende weiter auf dem Gelände anwesend sein. Vor den Türen des Freibads seien auch Mitarbeiter des Ordnungsamts im Einsatz, hatte sie angekündigt.

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(dpa/rt deutsch)

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