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Umwelthilfe beantragt Silvester-Böllerverbot in 31 Städten

Umwelthilfe beantragt Silvester-Böllerverbot in 31 Städten
Feuerwerk über dem Brandenburger Tor, Berlin, Deutschland, 1. Januar 2016.
Das Böllerverbot soll als Maßnahme zur Luftreinhaltung in Ballungsgebieten dienen. Es richtet sich insbesondere an Städte, die eine hohe Feinstaubbelastung aufweisen. 31 Städte sind betroffen. In Berlin fordert auch die rot-rot-grüne Koalition ein Verbot von privatem Feuerwerk.

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in 31 Städten ein Verbot privater Silvesterböllerei beantragt – als Maßnahme zur Luftreinhaltung. Es gehe vor allem um belastete Innenstadtbereiche. Die Anträge richten sich an die Städte, deren Innenstädte besonders mit Feinstaub belastet sind. Dazu zählen Stuttgart, Berlin, Gelsenkirchen, Hagen und Köln. Zum Teil gebe es zwar bereits Verbote, aber diese seien noch nicht umfassend genug.

 Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch sagte: 

Wir wollen keine Spaßbremse aufbauen. Die Menschen sollen sich auch weiterhin an Silvesterfeuerwerken erfreuen können.

Die Feuerwerke könnten auch von professionellen Veranstaltern außerhalb der Stadtzentren organisiert werden. Möglich sei auch die Einrichtung von Gebieten, in denen privat geböllert werden dürfe. Umweltschützer warnen schon lange vor der hohen Feinstaubbelastung durch die Silvesterböllerei:

Viele hunderttausend Menschen mit Atemwegserkrankungen, wie beispielsweise schwerem Asthma, flüchten zum Jahreswechsel aus ihren Wohnungen oder müssen sich dort regelrecht luftdicht verbarrikadieren.

In Berlin könnten Böller an mehreren Orten verboten werden.

Im Januar hatte die DUH angekündigt, ein Böllerverbot in deutschen Großstädten mit hoher Feinstaubbelastung durchsetzen und dazu notfalls auch vor Gericht ziehen:

Wir sind zuversichtlich, dass wir Kraft der Argumente weiterkommen.

In den Niederlanden kommt die Forderung nach einem Verbot von der Polizei, unterstützt von zahlreichen Organisationen. Landespolizeichef Erik Akerboom erklärte: 

Der Jahreswechsel in dieser Form ist der gefährlichste Abend des Jahres mit Toten, Hunderten Verletzten, Schäden in Millionenhöhe und Aggression von Gewalt gegen Beamte und Rettungskräfte. 

Auch die rot-rot-grüne Koalition in Berlin fordert eine Untersagung von privatem Feuerwerk. 

(rt deutsch/dpa) 

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