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E-Mail von "Combat 18": Linken-Zentrale in Berlin nach Bombendrohung geräumt 

E-Mail von "Combat 18": Linken-Zentrale in Berlin nach Bombendrohung geräumt 
Das Karl-Liebknecht-Haus vor den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin 2011.
Die Drohung kam am heutigen Vormittag als E-Mail - unterzeichnet mit dem Namen eines Neonazi-Netzwerks. In der Parteizentrale der Linken in Berlin entscheidet man sich für die sofortige Evakuierung. Inzwischen hat die Polizei die Absperrung der Zentrale aufgehoben.

Die Bundeszentrale der Linken in Berlin ist am Montag wegen einer Bombendrohung vorübergehend geräumt worden. Nach Angaben einer Parteisprecherin ging am Vormittag eine E-Mail im Karl-Liebknecht-Haus in Berlin-Mitte ein. In dieser sei es um eine Bombe im Gebäude gegangen. Unterzeichnet war das Schreiben demnach mit "Combat 18". Bei "Combat 18" handelt es sich um ein gewaltbereites, rechtsextremes Netzwerk, das in mehreren europäischen Ländern aktiv ist.

Rund 40 bis 50 Mitarbeiter der Parteizentrale hätten das Gebäude verlassen, sagte die Sprecherin. Die Berliner Polizei richtete um den Eingangsbereich einen kleinen Sperrkreis ein. Gegen 13 Uhr wurde die Sperrung dann wieder aufgehoben. Die Polizei ging nach der Prüfung der Drohmail von keiner erhöhten Gefährdungslage aus, wie ein Sprecher gegenüber RT Deutsch mitteilte.

Eine Durchsuchung der Parteizentrale fand nicht statt. Der polizeiliche Staatsschutz ermittele gegen unbekannt wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat, hieß es. Der Staatsschutz ist eine Abteilung der Polizei, die immer dann übernimmt, wenn es um politisch motivierte Kriminalität geht.

Harald Wolf, kommissarischer Bundesgeschäftsführer der Linken, gab zu dem Vorfall eine Stellungnahme gegenüber RT Deutsch ab:  

Wegen der Bombendrohung sagte die Linke eine ursprünglich geplante Pressekonferenz mit der stellvertretenden Parteichefin Martina Renner ab. "Der rechte Terror erreicht als Drohung auch uns. Eine Bomben-Drohung per E-Mail führt zur vorgezogen Mittagspause", twitterte Parteichef Bernd Riexinger.

Andere Politiker der Partei äußerten sich ähnlich. "So eine Bombendrohung zeigt, wie nahe und gefährlich der Rechtsterrorismus ist. Aber wir werden uns davon nicht einschüchtern lassen", sagte eine Sprecherin. "Ihr kriegt uns nicht klein", twitterte der stellvertretende Landeschef der Berliner Linken, Tobias Schulze.

"Combat 18", der vermeintliche Unterzeichner des Schreibens, gilt als bewaffneter Arm des verbotenen Neonazi-Netzwerks "Blood & Honour" (Blut und Ehre). Die 18 ist ein Szenecode für den ersten und den achten Buchstaben im Alphabet, also A und H – die Initialen von Adolf Hitler.

Mehr zum Thema - Wie rechts ist Deutschland? [DFP 39]

(rt deutsch/dpa)

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