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Mordfall Lübcke: Gesuchtes Auto gefunden

Mordfall Lübcke: Gesuchtes Auto gefunden
Polizisten am Wohnhaus des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke, Kassel, Deutschland, 3. Juni 2019
Stephan E. hatte den Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke zunächst gestanden, später aber widerrufen. Den Ermittlern gelang es nun, ein gesuchtes Auto mit thüringischem Kennzeichen ausfindig zu machen, das mit E. in Verbindung gebracht wird.

In der Nacht des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke waren einem Zeugen zwei Autos aufgefallen, die durch den Wohnort des CDU-Politikers fuhren. Ein Auto beschrieb er als VW Caddy, das andere konnte er Medienberichten zufolge nicht beschreiben. Später hätten die Ermittlungen ergeben, dass Stephan E. einen solchen VW Caddy fährt, der auf seine Frau zugelassen ist. Ob es sich bei dem gefundenen Škoda um das andere Auto handelt, ist unklar.

Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine hatte zuerst über den Fund des Fahrzeugs berichtet. Der Škoda ist auf ein Familienmitglied zugelassen. Stephan E. soll es kurz vor der Tatnacht übernommen haben. Die Ermittler fanden das Fahrzeug in der Umgebung des Wohnhauses des Verdächtigen.

Eien Spezialeinheit der Polizei begleitet Stephan E. nach einer Anhörung vor dem Bundesgericht in Karlsruhe am 2. Juli 2019 zurück in einen Hubschrauber.

Bekannt ist nun auch, dass der festgenommene Markus H. im gleichen Schützenverein war wie der Tatverdächtige. Er habe wie Stephan E. mit dem Bogen trainiert, aber auch mit Feuerwaffen geschossen, erklärte der Vorsitzende des Schützenclubs 1952 Sandershausen, Reiner Weidemann. Auch H. sei augenscheinlich "ein normaler, ruhiger Typ" gewesen. Beide hätten keinen Zugriff auf die Waffen des Vereins gehabt. Markus H. wird von der Bundesanwaltschaft Beihilfe zum Mord vorgeworfen, er soll den Kontakt zwischen Stephan E. und Elmar J. hergestellt haben, dem mutmaßlichen Verkäufer der Tatwaffe.

Walter Lübcke war am 2. Juni in seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Der Generalbundesanwalt geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus. Der 45-jährige Stephan E. hatte die Tat zunächst gestanden, später aber sein Geständnis widerrufen.

"Es geht um weit mehr als einen Einzelfall!" – Polizei-Experte Rainer Wendt über Mordfall Lübcke

(dpa/rt deutsch) 

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