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AfD macht Stimmung gegen Gewalttäter in deutschen Schwimmbädern mit Videoaufnahmen aus Israel

AfD macht Stimmung gegen Gewalttäter in deutschen Schwimmbädern mit Videoaufnahmen aus Israel
Symbolbild
Die AfD-Bundestagsfraktion hat mit ihrer Abgeordneten Beatrix von Storch ein Video über Probleme mit Migranten in deutschen Schwimmbädern gedreht und veröffentlichte es in sozialen Medien. Einige darin gezeigte Aufnahmen stammen jedoch aus einem israelischen Hallenbad.

Die Internetseite watson.de berichtet, dass die stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion Beatrix von Storch in dem veröffentlichten Video Gewalttaten in Freibädern auf einen "zu großen Anteil an Migranten" in Deutschland zurückführt. Die Stimmungsmache gegen Migranten wird mit einer entsprechenden Videoreihe hervorgehoben. Ein Teil des Videos, in dem Badegäste mit Plastikstühlen auf einen Security-Mitarbeiter einschlagen, wurde jedoch nicht in Deutschland, sondern bereits vor einem Monat in Israel gedreht – und zwar im "Yamit Water Park" in der Stadt Cholon:

Dass die Videosequenz nicht in Deutschland, sondern in Israel gefilmt worden war, erwähnte die AfD nicht. Einige AfD-Verbände hatten das Video auf ihren Facebook-Seiten mit Überschriften wie "die pure Bereicherung" oder "Da bekommt der Begriff 'Erlebnisbad' doch gleich eine ganz andere Bedeutung" geteilt. Später ersetzte die AfD-Fraktion den Videoclip durch ein neu geschnittenes Video. Darauf sind die Szenen aus dem israelischen Hallenbad nicht mehr zu sehen. 

Der Sprecher der Fraktion Christian Lüth sagte am Freitag:

Die nur kurz eingeblendete und schnell korrigierte falsche Einzelsequenz im Hintergrund ändert nichts daran, dass der Videotext, die zu großen Teilen von Migranten ausgehende zunehmende Respektlosigkeit, Aggression und Gewalt in deutschen Schwimmbädern völlig richtig anspricht.

Am vergangenen Wochenende hatte ein Streit unter mehreren Hundert Badegästen in einem Düsseldorfer Freibad einen Polizeieinsatz ausgelöst. Zu dem Streit war es gekommen, nachdem ein Familienvater mit türkischem Migrationshintergrund mehrere junge Männer zurechtgewiesen hatte, die sich nicht an die Baderegeln hielten.

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