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Jürgen Trittin warnt vor US-Sanktionen gegen Nord Stream 2

Jürgen Trittin warnt vor US-Sanktionen gegen Nord Stream 2
Jürgen Trittin von den Grünen am 19. November 2017 in Berlin.
Jürgen Trittin kritisiert die geplanten US-Sanktionen gegen Nord Stream 2. Diese richteten sich gegen deutsche Firmen und seien inakzeptabel. Trittin, derzeit mit einer Parlamentariergruppe in Moskau, verurteilt auch den Umgang des Westens mit Russland seit 2014.

Jürgen Trittin, Bundestagsabgeordneter der Grünen, hat zu Beginn einer Russland-Reise vor neuen US-Sanktionen im Kontext des Baus der neuen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 gewarnt. Gegenüber der dpa sagte Trittin in Moskau:

Diese Sanktionen, die die USA jetzt planen, könnten verheerende und kontraproduktive Folgen haben. Und sie richten sich gegen deutsche Firmen. Das ist inakzeptabel.

Die Sanktionen könnten etwa deutsche und europäische Energiefirmen treffen. Nach Meinung Trittins wäre die Pipeline allerdings auch auf diesem Wege nicht mehr zu stoppen:

Selbst die neuen Sanktionen, die die Amerikaner planen, würden ja am Ende nicht verhindern, dass Nord Stream 2 gebaut wird.

Trittin kritisierte in dem Gespräch auch den Umgang des Westens mit Russland seit 2014. Es sei falsch gewesen, Russland nach der angeblichen Annexion der Krim und dem Konflikt in der Ostukraine "zusätzlich zu den Sanktionen auch noch aus den G8 zu schmeißen, den Nato-Russland-Rat auszusetzen und das Land im Europarat auszugrenzen".

Der frühere Spitzen-Grüne gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die EU-Sanktionen gegen Russland schrittweise abgebaut würden. Fortschritte, so Trittin, hängen in erster Linie von Russland und von der Umsetzung des Minsker Friedensplans ab:

Ich glaube, dass es am Ende dazu kommt, dass eine schrittweise Umsetzung des Minsker Abkommens einhergeht mit einer schrittweisen Aufhebung der Sanktionen.

Trittin bei seiner Rede am 6. Juni im Bundestag

Trittin reist als Vizechef einer deutsch-russischen Parlamentariergruppe nach Moskau. Der Besuch der Gruppe unter Leitung eines AfD-Abgeordneten in Russland dauert noch bis Freitag.

Die Pipeline Nord Stream 2 wird von den USA vor und hinter den Kulissen aufs Heftigste bekämpft. US-Präsident Donald Trump hatte erst kürzlich erklärt, mit der Pipeline begebe sich Deutschland in Abhängigkeit von Russland. Tatsächlich dürfte es Washington eher darum gehen, Deutschland fest im eigenen Orbit zu halten und zugleich das eigene teurere Fracking-Gas abzusetzen.

In ihrem Ringen gegen Nord Stream 2 haben die USA in der EU einflussreiche Verbündete. Dazu zählen unter anderem Margrethe Vestager und Manfred Weber, Kandidaten für die Führung der EU-Kommission, mehrere Regierungen und auch die deutschen Grünen.

Mehr zum Thema - Grünen-Politikerin Göring-Eckardt: Nord Stream 2 ist eine Provokation

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