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Dringend Tatverdächtiger im Fall des erschossenen CDU-Politikers Lübcke festgenommen

Dringend Tatverdächtiger im Fall des erschossenen CDU-Politikers Lübcke festgenommen
Die Polizei hat in Hessen einen Mann festgenommen, der dringend tatverdächtig ist, den CDU-Politiker Walter Lübcke erschossen zu haben. Dies berichtete die Bild-Zeitung am Sonntag. Die Polizei sei auf seine Spur aufgrund von DNA-Beweisen gekommen.

Der 45 Jahre alte Verdächtige im Fall des ermordeten Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke (CDU) sei Bild zufolge bereits am Samstagmorgen von der hessischen Polizei verhaftet worden. Die Polizei sei auf ihn durch DNA-Spuren aufmerksam geworden. Nachdem er am Sonntag einem Ermittlungsrichter vorgeführt wurde, erließ dieser einen Untersuchungshaftbefehl.

Die Süddeutsche Zeitung und der Tagesspiegel berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass der Tatverdächtige vermutlich früher Kontakte in die rechte Szene gehabt habe. Es sei aber nicht klar, ob das auch aktuell noch der Fall sei. Der Tagesspiegel schrieb, es sei unklar, ob Lübcke aus einem rechtsextremen Motiv getötet worden sei. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht zu den Medienberichten äußern.

Nach Lübckes Tod hatten hasserfüllte und hämische Reaktionen aus der rechten Szene im Internet für Empörung gesorgt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sagte, wie sich manche in sozialen Netzwerken geradezu hermachten über dessen Tod, sei "zynisch, geschmacklos, abscheulich, in jeder Hinsicht widerwärtig". Schon zu Lebzeiten hatte Lübcke Morddrohungen erhalten.

Die Innenpolitikerin der Linken, Martina Renner, sagte nach Bekanntwerden der Festnahme gegenüber der Deutschen Presse-Agentur:

Sollte sich bewahrheiten, dass der Täter aus der rechtsextremen Szene stammt, wäre meine Erwartung, dass der Innenausschuss des Bundestages für nächste Woche eine Sondersitzung anberaumt.

Dabei müsse es dann nicht nur um den Hintergrund des mutmaßlichen Täters gehen, sondern auch um das aktuelle Gefährdungspotenzial im Bereich des Rechtsextremismus, so Renner.

Lübcke hinterlässt eine Frau und zwei erwachsene Kinder. Am Samstag - dem Tag der Festnahme des Tatverdächtigen - wurde der 65-Jährige in seinem Heimatort beigesetzt. Am Donnerstag hatte es in Kassel einen Trauergottesdienst mit über 1300 Besuchern für den CDU-Politiker gegeben.

Mehr zum Thema - Ermittlungen zum Tod von Walter Lübcke gehen weiter - Suche nach Täter und Motiv

(rt deutsch/dpa)

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