icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

"Carsharing"-Betrug durch leitende Bundeswehr-Mitarbeiter: Mindestens 900.000 Euro Schaden

 "Carsharing"-Betrug durch leitende Bundeswehr-Mitarbeiter: Mindestens 900.000 Euro Schaden
Kaum eine Woche vergeht ohne Skandale aus dem Verteidigungsministerium – diesmal betrifft es den Fuhrpark. Das Ministerium erwarte Aufklärung, hieß es.
Einen großen Missbrauch bei der Nutzung von Dienstwagen unter leitenden Mitarbeitern hat der Fuhrpark der Bundeswehr festgestellt. Nachdem der Dienstwageneinsatz für den privaten Gebrauch untersagt wurde, haben sich Mitarbeiter eines "Carsharing"-Modells bedient.

Über die Unregelmäßigkeiten bei der privaten Nutzung von Bundeswehr-Dienstwagen unterrichtete das Verteidigungsministerium in dieser Woche die Obleute der Bundestagsfraktionen und betonte, es erwarte vollständige Aufklärung.

Das ist zunächst mal ein beunruhigender Sachverhalt, auf den die aktuelle Geschäftsführung gestoßen ist", sagte ein Ministeriumssprecher dazu am Mittwoch in Berlin.

Kein Waldspaziergang, nur ein Besuch bei der Bundeswehr

Der Fuhrpark der Bundeswehr, ein Staatsbetrieb, hatte entdeckt, dass für einen bestimmten Kreis leitender Mitarbeiter seit dem Jahr 2005 ein Carsharing-Modell betrieben wurde, nachdem eine private Nutzung von Firmenwagen untersagt worden war. 

Mehr als 40 leitende Angestellte hätten zunächst weiter privaten Zugang zu Dienstwagen gehabt, obwohl es für den Wegfall Ausgleichszahlungen gegeben habe, hieß es. Zuletzt seien es noch neun Mitarbeiter gewesen. Für die Nutzung der Carsharing-Wagen sei weder ein kostendeckender Eigenanteil gezahlt worden, noch seien für den geldwerten Vorteil Steuern und Beiträge richtig abgeführt worden.

Es gehe bei den Folgen der Nutzung um einen Geldbetrag von mindestens 900.000 Euro, heißt es in der Unterrichtung, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Das Ministerium will den Fall der Staatsanwaltschaft übergeben, macht zur genauen Schadenshöhe aber keine Angaben. Die Bundeswehr Fuhrpark Service GmbH ist eine sogenannte Inhouse-Gesellschaft des Bundes. Die Anteile des Bundes werden zu 75,1 Prozent unmittelbar über das Bundesministerium der Verteidigung und zu 24,9 Prozent mittelbar über die Deutsche Bahn AG gehalten.

Mehr zum ThemaFilz im BMVg – Beraterfirma Accenture schickt eigenen Beobachter in Untersuchungsausschuss

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen