icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Angesichts geplanter Großübung: NATO-Admiral beklagt "miserable" deutsche Infrastruktur

Angesichts geplanter Großübung: NATO-Admiral beklagt "miserable" deutsche Infrastruktur
Symbolbild: Panzerbesatzung der US Army M1A1 Abrams während der Übung Combined Resolve XI an der Seite einer Reihe von gepanzerten Fahrzeugen der ukrainischen Armee in Hohenfels, Deutschland, 10. Dezember 2018.
Über 10.000 amerikanische Soldaten und 1.100 gepanzerte und ungepanzerte Fahrzeuge sollen zur NATO-Großübung "Steadfast Defender" im Jahr 2021 durch Europa transportiert werden. Deutschlands ranghöchster NATO-General stellte nun die Tauglichkeit der Infrastruktur in Frage.

Manfred Nielson, einer der ranghöchsten Bundeswehrsoldaten in der NATO und Vizekommandeur des NATO-Hauptquartiers Allied Command Transformation (ACT), hält die Infrastruktur hierzulande für geplante NATO-Großübungen im Jahr 2021 für untauglich.

Mehr als 10.000 amerikanische Soldaten und rund 1.100 gepanzerte und ungepanzerte Fahrzeuge sollen zur NATO-Großübung "Steadfast Defender" im Jahr 2021, über verschiedene europäische Häfen ankommend, weiter nach Osteuropa verlegt werden.

(Archivbild). Tod D. Wolters während einer Übung der baltischen Luftpolizeimission der NATO auf der Siauliai Air Base in Siauliai, Litauen. 30. August 2017.

Das militärische Großgerät, mit dem wir heute Panzer und andere Fahrzeuge transportieren, ist schwerer geworden. Ich habe die Sorge, dass viele unserer Straßen und Brücken diesen Belastungen nicht gerecht werden," warnte Nielson in einem Interview mit der Welt und prangerte jahrelange Versäumnisse an. 

Auch jenseits der besonderen Bedürfnisse des Militärs seien Straßen, Brücken und Schienen für solche Transporte in keinem guten Zustand:

Wir haben eine Infrastruktur, die auch jenseits militärischer Bedürfnisse teilweise wirklich miserabel ist.

Mehr zum ThemaDeutsche Bahn macht mobil: Im Auftrag der Bundeswehr werden schwere Rüstungsgüter gen Osten verlegt

Es räche sich, dass man sich mehr als 20 Jahre um solche Aufgaben nicht ausreichend gekümmert habe. Auch die Deutsche Bahn kritisierte der Admiral mit Blick auf geplante Schwertransporte, unter anderem weil bestehende Regelungen eine schnelle Verlegung erschwerten.

Wenn wir mit nur fünf Tagen Vorwarnzeit Panzer und Fahrzeuge innerhalb Deutschlands transportieren wollen, kann die Bahn dies derzeit nicht leisten. Die Bahn braucht dafür im Regelfall 36 Tage Vorlaufzeit," monierte der NATO-Admiral.

Doch die NATO bleibe nicht untätig. Im Rahmen der Planungen für die NATO-Speerspitze – Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) – gehe man diese Probleme an. Als Test könne die bereits zu Beginn des kommenden Monats geplante Verlegung der aktuellen VJTF-Brigade von Sachsen nach Polen unter deutscher Führung gelten, wie Thomas Wiegold auf seinem Blog Augen Geradeaus! schreibt.

Mehr zum ThemaBundespressekonferenz: Berater-Affäre nun auch im CSU-geführten Verkehrsministerium?

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen