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Einkommensplus durch EU-Binnenmarkt bei Deutschen am größten

Einkommensplus durch EU-Binnenmarkt bei Deutschen am größten
KaDeWe Kaufhaus in Berlin, Deutschland, 25. September 2012.
Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass sich der EU-Binnenmarkt positiv auf die Einkommen aller EU-Bürger auswirkt - besonders bei den Deutschen. Den Binnenmarkt bezeichnet die Stiftung als "größten Treiber für unseren Wohlstand".

Die Bertelsmann Stiftung untersuchte die Auswirkungen des EU-Binnenmarktes in allen 28 EU-Ländern. Generell gewinnen durch den EU-Binnenmarkt besonders die industriestarken und städtisch geprägte Regionen. Der Stiftungsvorstand Aart de Geus zu den Ergebnissen: 

Der EU-Binnenmarkt ist einer der größten Treiber für unseren Wohlstand und wirkt ähnlich wie die Marktwirtschaft: Nicht jeder profitiert gleichermaßen, aber alle gewinnen."

Pro Kopf und pro Jahr verdienen die Deutschen circa 1.046 Euro extra am EU-Binnenmarkt, die EU-Bürger im Durchschnitt 840 Euro brutto: 

Zusammengerechnet erzielt Deutschland mit insgesamt 86 Milliarden Euro pro Jahr die höchsten Einkommensgewinne im europäischen Ländervergleich. Dabei gilt: Regionen mit starker Industrie und hoher Exportorientierung gehören zu den größten Gewinnern."

An der Spitze steht Oberbayern mit 1.489 Euro pro Kopf und pro Jahr, gefolgt von Hamburg (1.478 Euro) und Stuttgart (1.304 Euro). 

Der Studie unter dem Titel "Estimating economic benefits of the Single Market for European countries and regions" wurden Daten für Handelsströme von Eurostat und der UN zugrundegelegt. 

Über drei Millionen Beschäftigte in Deutschland verdienen in Vollzeit unter 2.000 Euro (Symbolbild)

Damit sich der EU-Binnenmarkt auch weiterhin positiv auf die Einkünfte der EU-Bürger auswirken kann, empfehlen Ökonomen des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) weitreichende Reformen. Der Präsident des ZEW Achim Wambach sagte: 

Die Stärke Europas besteht darin, bestimmte Bereiche gemeinsam effizienter und effektiver zu gestalten, als es Länder im Alleingang können."

Die EU solle sich auf eine Politik konzentrieren, die einen "europäischen Mehrwert" schafft. Kritik übt das ZEW an der Landwirtschaftspolitik und wertete diese als "keine sinnvolle sozialpolitische Funktion, weil keine Bedürftigkeitsprüfung der Empfänger erfolgt und die flächenbezogenen Subventionen in erster Linie wohlhabende Bodenbesitzer begünstigen." Ein Großteil der jährlich rund 58 Milliarden Euro an europaweiten Agrarfördergeldern gehen derzeit als Direktzahlung an die Landwirte. Diese Zahlungen solle es in Zukunft allenfalls noch bei Gegenleistungen der Betriebe in Form von Klima-, Umwelt- oder Tierschutz geben, die deutlich über das gesetzlich Verlangte hinausgingen, heißt es in dem Positionspapier.

Das ZEW warnt vor einer neuen Finanz- und Schuldenkrise, welcher gegenüber die heutigen Institutionen nicht gewachsen seien. Die sinkende Popularität der EU führt das Leibniz Zentrum auf die "falschen Prioritäten im EU-Haushalt und gravierende Konstruktionsfehler der Wirtschafts- und Währungsunion" zurück. 

(rt deutsch/dpa) 

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