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Industriekonzern Thyssenkrupp kündigt Entlassungen an: In Deutschland sollen 4.000 Jobs wegfallen

Industriekonzern Thyssenkrupp kündigt Entlassungen an: In Deutschland sollen 4.000 Jobs wegfallen
Hauptsitz des Unternehmens in Essen, Deutschland
Der Industriekonzern Thyssenkrupp will nach dem Platzen der Stahlfusion mit dem indischen Konkurrenten Tata 6.000 Stellen abbauen. Davon entfallen 4.000 Stellen auf Deutschland, so der Vorstandschef. Börsengang der Aufzugssparte wird offenbar erwogen.

Die seit mehr als einem Jahr angestrebte Stahlfusion zwischen Thyssenkrupp und dem indischen Konkurrenten Tata Steel kommt voraussichtlich nicht zustande. Man erwarte, dass die EU-Kommission die Fusion untersage, teilte Thyssenkrupp am Freitag mit. Aufgegeben werden damit auch die Pläne für eine Konzernaufspaltung. Der Vorstand werde dem Aufsichtsrat nun vorschlagen, "die geplante Teilung in zwei eigenständige, unabhängige Unternehmen abzusagen". Außerdem wolle man die erfolgreiche Aufzugssparte an die Börse bringen.

In den kommenden drei Jahren sollen 6.000 Jobs wegfallen - 4.000 davon in Deutschland

Investoren reagierten positiv auf die Ankündigungen. Der Aktienkurs des Dax-Unternehmens legte bis zum frühen Nachmittag teils um mehr als 20 Prozent zu. Die Aufzugssparte mit weltweit rund 50.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 7,7 Milliarden Euro gehört zu den wichtigsten und profitabelsten Geschäftsfeldern des Konzerns.

Das Traditionsunternehmen will nach der geplatzten Stahlfusion in den kommenden drei Jahren 6.000 Stellen abbauen. Davon entfallen etwa 4.000 auf Deutschland, sagte Vorstandschef Guido Kerkhoff am Freitag. Betriebsbedingte Kündigungen könnten bei einem Abbauprogramm dieser Größenordnung nicht ausgeschlossen werden, ergänzte Personalvorstand Oliver Burkhard. In der Gesamtzahl seien 2.000 Stellen enthalten, die auch bei der Stahlfusion mit Tata gestrichen werden sollten.

Es ist ein recht tiefgreifender Einschnitt", sagte Burkhard.

Für die rund 27.000 Stahlarbeiter von Thyssenkrupp sei das Veto der EU-Kommission "ein harter Schlag", sagte Kerkhoff. Ihnen hätten die Fusion mit Tata "eine Zukunftsperspektive gegeben". Die IG Metall hatte eine Beschäftigungsgarantie bis zum 30. September 2026 sowie eine langfristige Standortsicherung erreicht. Dieser Tarifvertrag werde jetzt nicht in Kraft treten, so Burkhard.

Ein U-Boot der Preveze-Klasse der türkischen Marine nähert sich dem türkischen Marinestützpunkt Aksaz während einer von der NATO gesponserten U-Boot-Flucht- und Rettungsübung  im September 2017 nahe Marmaris in der Türkei.

Aufzugssparte soll an die Börse - Investoren hatten immer wieder gefordert

Mit dem Zusammenschluss mit Tata Steel wäre Europas zweitgrößter Stahlkonzern mit rund 48.000 Mitarbeitern und Werken in Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden entstanden. Ziel von Thyssenkrupp war es, sich von dem stark schwankungsanfälligen Stahlgeschäft weitgehend zu verabschieden.

Im Anschluss an die Fusion war die Aufspaltung von Thyssenkrupp in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen geplant. Eines davon sollte den 50-Prozent-Anteil aus dem fusionierten Stahlgeschäft mit dem indischen Partner Tata enthalten. Hinzu kommen der Handel mit Werkstoffen sowie der Marineschiffbau. Im zweiten Unternehmen sollte etwa das Geschäft mit Aufzügen und Zulieferungen für die Autoindustrie gebündelt werden. Nun ist dies vom Tisch.

"Der Konzern bleibt als Ganzes erhalten", sagte er. Um neues Geld in die Kasse zu bekommen, will Kerkhoff jetzt die profitable Aufzugssparte des Konzerns an die Börse bringen. Das hatten Investoren immer wieder gefordert.

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(dpa/rt deutsch)

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