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Abiturienten in mehreren Bundesländern starten Petition gegen zu schwere Matheaufgaben

Abiturienten in mehreren Bundesländern starten Petition gegen zu schwere Matheaufgaben
Abiturprüfungen in Rostock, Deutschland, 20. April 2018.
In einer Online-Petition wehren sich Schüler mehrerer Bundesländer gegen die Abituraufgaben im Fach Mathematik. Diese seien ihrer Ansicht nach zu schwer. In Bayern fordern die Schüler eine Anpassung des Notenschlüssels. Eine Überprüfung der Aufgaben durch Experten soll Klärung bringen.

Nach der Abiturprüfung in Mathematik wehren sich Schüler mehrerer Bundesländer, darunter: Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, das Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt, gegen ihrer Ansicht nach zu schwere Mathematikaufgaben. Die Schüler sehen sich durch die Aufgaben überfordert. In Niedersachsen forderten die Schüler "eine sofortige Stellungnahme und eine gerechte Lösung". Bereits 2016 hatte es in Niedersachsen ähnliche Beschwerden gegeben. 

In der Online-Petition sagten die Schüler aus Bayern: 

Wir Abiturienten bitten darum, den Notenschlüssel des Mathematik-Abiturs in Bayern 2019 zu senken und den Schwierigkeitsgrad anzupassen. 

Hoch hinaus geht es hierzulande eher selten für Kinder aus benachteiligten Haushalten (Symbolbild).

Der bayerische Kultusminister Michael Piazolo sagte der Deutschen Presse-Agentur (dpa)

Wir nehmen das natürlich ernst und werden das sorgfältig prüfen. 

Auch in Niedersachsen will man die Aufgabenstellungen überprüfen. Ein Sprecher des Kultusministeriums gegenüber der dpa

Wir werden uns die Petition anschauen und dann die Aufgaben fachlich prüfen lassen. 

Am Sonntagnachmittag erreichte die Petition 60.000 Unterschriften. Unterstützung erhielten die Schüler auch von einigen Lehrern. Die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Simone Fleischmann, sieht die Kritik der Schüler dahingehend berechtigt, dass sie zu wenig Zeit für die Aufgaben gehabt hätten. Die Prüfungen hätten teilweise unnötigen Text beinhaltet. Die Aufgaben seien zudem schwerer als in den letzten Jahren gewesen. Auch Lehrer seien nicht in der Lage, auch nur eine der Aufgaben im Kopf zu rechnen. 

Laut der jüngsten Studie von "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" (INSM) war 2018 erstmals ein deutlicher Rückgang der Bildungsqualität in fast allen Bundesländern zu verzeichnen. Die leistungsfähigsten Bildungssysteme befänden sich in Sachsen, Thüringen und Bayern. 

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