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SPD verliert "nach" Aussagen von Kevin Kühnert zwei Prozentpunkte

SPD verliert "nach" Aussagen von Kevin Kühnert zwei Prozentpunkte
Kevin Kühnert bei einer SPD-Wahlkampfveranstaltung in Saarbrücken, 3. Mai 2019.
Die SPD kommt nach dem jüngsten Trendbarometer von RTL und n-tv auf 15 Prozent und verliert damit zwei Prozentpunkte. Juso-Chef Kevin Kühnert hatte derweil mit Aussagen schockiert, er wolle große Konzerne wie BMW enteignen. Die SPD-Spitze distanziert sich von den Aussagen.

Auch zur derzeitigen Debatte um Enteignungen von großen Immobilienunternehmen wie Deutsche Wohnen äußerte sich Juso-Chef Kevin Kühnert und sorgte für Diskussionen. Seiner Ansicht nach solle jeder nur den Wohnraum besitzen in dem er wohnt und nicht an der Vermietung von Immobilien verdienen. Nach dem Trendbarometer von RTL und n-tv schlagen sich Kühnerts Aussagen in den Umfrageergebnissen der SPD nieder.

Zu berücksichtigen ist allerdings, dass der Erhebungszeitraum dieser Umfrage zwischen dem 29. April und dem 3. Mai lag, und damit teilweise vor der Veröffentlichung des Zeit-Interviews mit Kühnert am 1. Mai. Dessen dort geäußerte Vorstellungen vom Sozialimus waren der Anlass für die nachfolgenden Diskussionen. Diese können infolge der zeitlichen Überschneidung nicht gänzlich den aktuellen Rückgang der Umfragewerte für die SPD erklären.

Die SPD würde auf 15 Prozentpunkte abrutschen, die Union käme auf 29 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 20 Prozent. Die AfD würde 13 Prozent erzielen, die Linke 9 Prozent und die FDP 8 Prozent.

Wahlkampfzeit: Kevin Kühnert fordert die Enteignung von Großkonzernen wie BMW

Der 29 Jahre alte Kevin Kühnert ist seit November 2017 Bundesvorsitzender der Jusos. Er ist erklärter Kritiker der Großen Koalition. Andrea Nahles sagte nach den Äußerungen von Kühnert: 

Man kann richtige Fragen stellen und trotzdem falsche Antworten geben.

Forsa-Chef Professor Manfred Güllner, sagte der Mediengruppe RTL

Mit den Kollektivierungsforderungen von Kevin Kühnert, und den eher verhaltenen Distanzierungen der SPD-Spitze von diesen Forderungen, verprellt die SPD ein weiteres Mal die über 11 Millionen früheren SPD-Wähler aus der politischen und gesellschaftlichen Mitte, die heute der SPD ihre Stimme nicht mehr geben wollen. Die SPD verkennt wieder einmal, dass sie mit Umverteilungsthemen und einem prononcierten Links-Kurs noch nie eine Wahl hat gewinnen können.

Der Juso-Chef fasst auf Twitter die Diskussionen der letzten Tage wie folgt  zusammen: 

Wäre eine Direktwahl der Bundeskanzlerin oder des Kanzlers möglich, so würden sich aktuell 31 Prozent für die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entscheiden, 11 Prozent würden Andrea Nahles von der SPD ihre Stimme geben und 21 Prozent eher Olaf Scholz.

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