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Zum "Kampftag der Arbeiterklasse": Bundesweit mehrere Demonstrationen am 1. Mai geplant

Zum "Kampftag der Arbeiterklasse": Bundesweit mehrere Demonstrationen am 1. Mai geplant
Der 1. Mai, offiziell als "Tag der Arbeit" ein Feiertag, war einmal als "Kampftag für die Arbeiterklasse" gedacht. Jedes Jahr demonstrieren weltweit Millionen von Arbeitern für ihre Interessen. Auch in der Bundesrepublik sind viele Demonstrationen geplant.

Die größten Demonstrationen am 1. Mai bringen traditionell die Gewerkschaften auf die Straße. Zudem sollen in mehreren deutschen Städten gehen am Mittwoch aber weitere politische Demonstrationen stattfinden. In Berlin und Hamburg sind größere Demonstrationen der linksradikalen Szene angekündigt. In Duisburg, Dresden, Chemnitz und Plauen wollen Rechtsextremisten demonstrieren. Mit Gegenkundgebungen wollen Initiativen gegen die Aufmärsche der Rechtsextremisten protestieren.

Teilnehmer der 1. Mai-Kundgebung in Moskau

In Berlin steht am 1. Mai nicht mehr wie früher der Stadtteil Kreuzberg im Zentrum der Aufmerksamkeit, sondern das Villenviertel Grunewald und der Kreuzberger Nachbarkiez Friedrichshain. Schon am Mittag zieht eine satirische Demonstration durch Grunewald im Westen der Hauptstadt, das als Rückzugsort der Wohlhabenden und Konservativen gilt.

Am Abend will die traditionelle linksradikale "Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration" mit einigen Tausend Teilnehmern durch Friedrichshain laufen. Dabei soll es an früher besetzten und heute noch umkämpften Häusern in der Rigaer Straße vorbeigehen. Die Polizei schließt Gewaltausbrüche nicht aus. Man halte an der "bewährten Doppelstrategie" fest, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag. Das bedeute: Kommunikation mit friedlichen Menschen und "konsequentes und hartes Durchgreifen gegen alle Gewalttäter".

2000 Polizisten sollen am Abend in Berlin-Friedrichshain im Einsatz sein, in ganz Berlin sind es wegen vieler anderer Demonstrationen und Straßenfeste 5500 Polizisten aus zahlreichen Bundesländern und von der Bundespolizei.

Die Hamburger Polizei sieht angesichts des friedlichen Verlaufs in den vergangenen beiden Jahren "vorsichtig optimistisch auf die Walpurgisnacht und den 1. Mai", wie Sprecher Timo Zill sagte. Während die Kundgebungen rund um den 1. Mai in der Vergangenheit von linken Aktivisten geprägt gewesen seien, gebe es in diesem Jahr mit "Pegida München" auch Mobilisierung am rechten Rand.

Ursprünglich wollte der Chef der rechten Gruppe "Pegida München" bereits ab Dienstagnachmittag vor dem linksautonomen Kulturzentrum "Rote Flora" im Hamburger Schanzenviertel einen Dauerprotest abhalten. Aus Sicherheitsgründen war ihm ein Platz am Bahnhof Schlump zugewiesen worden. Die Polizei erwartet nur geringen Zulauf, "weil wir nach derzeitigem Stand keine Vernetzung von Pegida München hier in Hamburg sehen".

Für die sogenannte Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration sind 1000 Teilnehmer angemeldet.

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In Duisburg rechnet die Polizei am 1. Mai mit bis zu 500 Rechtsextremisten. Zu dem Aufmarsch aufgerufen hat die Partei "Die Rechte". Zwölf Gegendemonstrationen mit insgesamt bis zu 5000 Teilnehmern waren nach Stand vom Montagabend angemeldet. Man werde mit starken Polizeikräften die Sicherheit aller angemeldeten Versammlungen gewährleisten, sagte ein Sprecher der Duisburger Polizei.

Auch die sächsische Polizei bereitet sich auf eine Vielzahl von Demonstrationen am 1. Mai vor. Insgesamt sollen mehrere Hundertschaften der Polizei im Einsatz sein. Im Fokus stehen besonders Kundgebungen der rechtsextremen NPD in Dresden, des rechtsextremen Dritten Wegs in Plauen und der AfD in Chemnitz. Die Bündnisse "Dresden nazifrei" und "Leipzig nimmt Platz" wollen dagegen protestieren und haben entsprechende Aufrufe gestartet. Auch in Leipzig sind laut Stadtverwaltung neun verschiedene Kundgebungen angemeldet. Bis zu 2000 Teilnehmer hat die AfD für eine Kundgebung in Erfurt (Thüringen) angemeldet. Eine Initiative kündigte Gegenaktionen an.

(dpa/rt deutsch)

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