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Alternative für Regierungsterminal am BER: Kosteneinsparungen von 75 Millionen Euro

Alternative für Regierungsterminal am BER: Kosteneinsparungen von 75 Millionen Euro
Symbolbild: Gestrichene Flüge durch Verdi-Streik, Berlin Tegel, Deutschland, 7. Januar 2019.
Bund und Länder sind sich uneins darüber, ob der BER ein neues Gebäude für Staatsgäste benötigt. Der Bund will ein repräsentatives Terminal für hohen Besuch. Nun wird eine Alternative publik, welche 75 Millionen Euro einsparen könnte.

In der Debatte über den millionenschweren Neubau eines Regierungsterminals am künftigen Hauptstadtflughafen BER gibt es einen Kompromissvorschlag. Bei dieser Variante wäre ein neues Abfertigungsgebäude nicht zwingend notwendig und es gäbe genug Stellplätze für die Flugzeuge der Staatsgäste und der Flugbereitschaft. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup das Konzept im Aufsichtsrat zur Diskussion gestellt.

Der Geschäftsführer sieht mehrere Vorteile: weniger Termindruck, weniger komplexe Bauvorhaben und eine Kostenersparnis von 75 Millionen Euro. Das Bundesfinanzministerium wollte sich dazu nicht äußern. Die Gespräche des Kontrollgremiums seien vertraulich, hieß es zur Begründung.

Verkehrschaos? Noch nicht. Pausenbereich in der BER-Baustelle im Februar 2018.

Offiziell hält der Bund daran fest, dass am künftigen Hauptstadtflughafen ein repräsentatives Terminal für Regierung und Staatsgäste gebaut wird, eine "Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland". Die Gesamtkosten werden bei mindestens 344 Millionen Euro liegen.

Berlin und Brandenburg schlagen vor, stattdessen ein bestehendes Abfertigungsgebäude zu nutzen. Es wurde als Übergangslösung für die Regierung im Herbst für 70 Millionen Euro fertiggestellt. Der Bund will es ab dem geplanten BER-Start im Jahr 2020 für fünf Jahre nutzen. Bis dahin soll auf einem angrenzenden Standort das endgültige Regierungsterminal fertiggestellt werden. Dessen Baubeginn verzögert sich wegen der Probleme rund um den BER.

Der Alternativvorschlag, den Lütke Daldrup in der November-Sitzung dem Aufsichtsrat mit dem Vermerk "streng vertraulich" präsentierte, verbindet beide Konzepte: Das als Zwischenlösung gebaute Interimsterminal könnte zur Dauerlösung werden, aber der angrenzende Standort würde zu einem großen Teil auch genutzt - für Hangars der Flugbereitschaft und Parkplätze für ihre Flugzeuge. Für den repräsentativen Neubau gäbe es Platz, er könnte aber auch entfallen.

Das gäbe dem Flughafen den nötigen Raum, das alte Schönefelder Passagierterminal über das Jahr 2025 hinaus zu betreiben, falls der BER die wachsenden Fluggastzahlen nicht stemmen könnte. Das Bundesbauministerium geht bisher davon aus, dass ohne einen Neubau des Regierungsterminals mit dem zugehörigen Vorfeld die Flugbereitschaft von Köln-Wahn nicht nach Schönefeld umziehen kann.

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(dpa) 

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